#050 I MFU Spezial: Innovationen Führen

Shownotes

In der heutigen Folge ist Dr. Anke Skopec zu Gast – Psychologin, Berliner Unternehmerin des Jahres 2022/2023 und seit 16 Jahren Geschäftsführerin des BIFI, des Berliner Instituts für Innovationsforschung, das Unternehmen dabei hilft, Innovationen vom Whiteboard auf den Markt zu bringen.

Entsprechend dreht sich zunächst alles um die Frage, was können wir tun, um Innovationen erfolgreich umzusetzen? Schließlich scheitern bis zu 90 Prozent aller Innovationen am Markt. Im Gespräch beleuchten Claudia und Anke, woran das eigentlich liegt – und was die übrigen 10 Prozent anders machen. Viele werden es kennen: lange entwickelt, viel Herzblut investiert, und dann interessiert sich der Markt einfach nicht dafür. Frustrierend? Absolut. Vermeidbar? In vielen Fällen ja.

Anke erklärt, warum klassische Marktforschung bei echten Innovationen versagt – Stichwort „Hätte ich die Leute gefragt, hätten sie schnellere Pferde gewollt" – und wie ihr Team mit psychologischer Forschung vorhersagen kann, ob ein Produkt am Markt fliegt oder fällt. Sie zeigt, wann der richtige Zeitpunkt für einen Pre-Proof of Concept ist, warum oft die zwei vermeintlich besten Features in Wahrheit die unwichtigsten sind – und wie aus ihrem teuersten Fehler heute ein Franchise-Modell fürs Ausland wird.

Im zweiten Teil wird es persönlich. Denn Innovation passiert nicht im luftleeren Raum, sondern braucht ein Team, das mitzieht. Anke nimmt uns mit auf die Reise vom fünfköpfigen Gründerteam zur Alleininhaberin und teilt, was sie über Loslassen, Wachstumsschmerz und Führung gelernt hat. Wie führt man eigentlich Menschen, die kluge Köpfe sind, hohen Druck aushalten und trotzdem gerne zur Arbeit kommen sollen? Und was tun, wenn gefühlt gerade die Bude abbrennt und dann die Kita anruft und das eigene Kind krank wird?

Wer ein paar richtig gute Impulse erhalten will, wie Innovation und Führung im Mittelstand zusammengehen – wissenschaftlich fundiert, im Alltag erprobt und alles andere als trocken – unbedingt reinhören!

🎯 Themen dieser Folge

  • Warum bis zu 90 Prozent aller Innovationen scheitern – und was die anderen 10 Prozent anders machen
  • Wann der richtige Zeitpunkt für einen Pre-Proof of Concept ist
  • Warum die spannendsten Features oft nicht die wichtigsten sind
  • Vom Gründerteam zur Alleininhaberin: Loslassen und Wachstumsschmerz
  • Bockfaktor: Hire for motivation, train for skill
  • Drei Führungsrituale, die jedes Team verändern können
  • Aus dem teuersten Fehler das nächste Geschäftsmodell machen

🔗 Mehr zu Anke und BIFI Website: www.bifi-institute.com LinkedIn: linkedin.com/in/dr-anke-skopec GAIA – die FemTech-Allianz: gaia-femtech.com

Mehr zu Sanaz: www.vonelsner-coaching.de Mehr zu Claudia: www.fuehrungssache.de

Transkript anzeigen

00:00:02: Herzlich willkommen beim Podcast Menschen für ein Unternehmen, euer Podcast rund um die Unternehmens- und Führungswelt.

00:00:12: Wir sind eure Hosts Sanas und Claudia und freuen uns auf die nächste Folge mit euch!

00:00:22: Heute tatsächlich leider ohne Sanas.

00:00:24: dafür habe ich einen besonderen Gast mitgebracht nämlich Dr.

00:00:29: Ankesko Peck.

00:00:31: und Ankesco Peck ist seit über fünfzehn Jahren zunächst Mitgründerin nun alleinige Gesellschafterin von dem Berlin-Institut für Innovationsforschung.

00:00:41: Sie ist Psychologin, sie ist ausgezeichnet als Berliner Unternehmerin des Jahres, Jahr zwanzig zweiundzwanzig dreiundzwantig und vor allen Dingen natürlich auch Führungskraft.

00:00:52: also heute sprechen wir darüber zum einen was macht eigentlich das berlin institut für innovationsforschungen?

00:01:01: Ja, es geht darum wie man Innovation frühzeitig testen kann und dass sie in den Markt kommen.

00:01:06: Und unser Hauptaugenmerk liegt aber tatsächlich auch daran wie es Anke ist auch Sprung gelungen von dem ich nenn's mal hänzermlichen Mitgründerin die alles selber mit macht auch zur Führungskraft.

00:01:19: RP schafft sich ihr Team zu motivieren und wie navigiert Sie durch den stressigen Alltag?

00:01:25: das hören wir uns natürlich auch an.

00:01:27: viel Spaß beim Zuhören.

00:01:30: Ja, herzlich willkommen zum Menschenfühlenunternehmen.

00:01:34: Wir haben hier heute Anke Skopec und wir mussten gerade schon herzlich erlachern weil wir irgendwie die ersten drei Versprecher hinter uns haben.

00:01:41: Herzlich Willkommen Anke zu unserer Jubiläumsausgabe!

00:01:45: Danke Claudia, danke für die Einladung.

00:01:47: Es freut mich total dass ich jetzt sogar es in die Jubilääumsausgabe geschafft habe.

00:01:53: Das heißt geschafft, wir haben das aufgespart.

00:01:57: Sanas ist heute leider nicht dabei, sanas is krank.

00:02:00: deswegen hast du quasi eine doppelte Rolle Sanas vertreten und auch noch deine Inhalte mit reinbringen.

00:02:10: aber das machst du sicherlich bravurös.

00:02:15: Anke ich würde sagen viele in Berlin kennen mich schon über das Berliner Umfelds auch hinaus.

00:02:22: Wir beide kennen uns auch schon seit ein paar Jahren in der Berliner Wirtschaftsbubble.

00:02:28: Du bist seit über fünfzehn Jahren Unternehmerin, du hast das Berlin-Institut für Innovationsforschung kurz BIFI genannt, Psychologin und ist sogar schon ausgezeichnet worden als Berliner Unternehmerinnen des Jahres.

00:02:46: Und für alle die dich jetzt noch nicht kennen Gibt uns nochmal einen kleinen Eindruck, was BIFI eigentlich macht.

00:02:53: Sehr

00:02:53: gerne!

00:02:53: Danke Claudia.

00:02:55: Ich werde oft gefragt, was ist denn bitte Innovationsforschung?

00:02:58: und dann beginne ich das zu erläutern?

00:02:59: Was ist denn eigentlich eine Innovation?

00:03:02: Und da gibt es eine schöne Definition – eine Formel.

00:03:06: Innovationen ist gleich eine Erfindung die irgendjemandem dienlich ist.

00:03:11: Und ob jemandem diendlich ist diesen Teil dieser Formel den schauen wir uns bei BIFi an indem wir als Psychologen, als Sozialwissenschaftler, als Kognitions- und Neurowissenschaftler anschauen wie Menschen damit umgehen wenn eine Innovation in den Markt kommen wird.

00:03:29: Und die Idee dahinter ist dass wir wegkommen von der klassischen Marktworschung Die einfach sagt Wir nehmen einen Keks und die Packung war bisher rot und wir machen jetzt blau weil dann kaufen die mehr Leute Weil wir denken Das macht den Keks nicht besser und auf Dauer wird man merken, dass der Keks vielleicht nicht schmeckt.

00:03:49: Analog dazu ist es... sollte ein Unternehmer tatsächlich in eine Innovation investieren.

00:03:54: Sollte er dort lange dran rum basteln, wir wissen alle wie viel Herzblutunternehmer in ihrer Unternehmen legen und da macht es schon Sinn die Ressourcen so einzusetzen dass sie auch tatsächlich zum Markt Erfolg beitragen.

00:04:09: Und deshalb sagen wir einen Innovationen sollte verfolgt werden wenn sie Grundbedürfnisse im Markt neu deckt das heißt Wenn Sie die Welt zu einem besseren Ort macht.

00:04:20: Und wir schauen uns an, ob das so ist.

00:04:23: Ob die Menschen das brauchen werden und ob der Unternehmer damit auch ein nachhaltiges Geschäftsmodell aufbauen kann im wirtschaftlichen Sinne?

00:04:31: Ja, ob dass eine Weile funktionieren wird, ob es auch genug abwerfen wirkt um diese Innovation überhaupt zu betreiben.

00:04:39: Die Herausforderung dabei ist – das ist auch eine ganz klare Abtrennung zur klassischen Marktforschung -, dass du die Leute so nicht fragen kannst.

00:04:48: Henry Freund hat so schön gesagt Hätte ich die Leute gefragt, was sie wollen?

00:04:52: Dann hätten Sie gesagt schnellere Pferde und das beschreibt eigentlich ideal unser Dilemma.

00:04:57: Wir können bei einer Innovation nicht rausgehen und sagen würden Sie das nutzen und was würden Sie eigentlich zahlen weil die Leute dir das einfach nichts sagen können.

00:05:06: Sie können sich das noch nicht vorstellen denn Sie haben ja eigentlich vermeintlich aktuell gar kein Problem.

00:05:10: Es funktioniert ja erst mal alles.

00:05:13: Ein schönes Beispiel, was neulich ein Auftraggeber von uns gesagt hat ist PayPal.

00:05:17: Hätten wir vorher Nach paper gefragt brauchen sie das?

00:05:22: hätte jeder gesagt.

00:05:23: ich habe meine ec karte über weisungen funktioniert auch.

00:05:26: Ich verstehe gar nicht was der mehrwert dieses produktes sein soll und heute ist es multimillionenmarkt, und auch ich würde ungern auf paper verzichten aber da.

00:05:36: Das ist so ein schönes bild dafür dass wir erst mal über eine zukunftsrealität sprechen die die leute noch nicht einschätzen können Und das erstmal noch mal ein bisschen abzukürzen.

00:05:46: Unsere Forschungsstudien sagen dann, dass zukünftige Verhalten der Konsumierenden voraus und rechnen aus inwiefern darum ein Geschäftsmodell baubar ist.

00:05:58: So jetzt stell ich mich mal ganz dumm wie macht ihr das denn?

00:06:02: Wenn man die Leute nicht direkt fragen kann... dann muss man sich andere Wege überlegen.

00:06:08: und deshalb haben unsere Forschungsstudien vor allem den USP, dass sie immer ein cleveres Studiendesign aufsetzen müssen.

00:06:14: Wir gucken uns jedes Unternehmen sehr individuell an das Produkt sehr individuelle anschauen zum Beispiel was die strategischen Fragestellungen des Unternehmers gerade sind und was für implizierte Annahmen in dem Unternehmen existieren.

00:06:28: viele arbeiten seit fünf Jahren in einem bestimmten Markt und das Team hat ganz viele implizierte Annahmen, die aber eigentlich noch nie verifiziert wurden.

00:06:36: Und das können wir mit den Studien dann alles nochmal festlegen.

00:06:38: Das heißt, wir fragen erst mal alles ab was bewegt euch?

00:06:41: Wo sind aus eurer Sicht Barrieren?

00:06:44: Was sind eure Annahme zu der Zielgruppe zum Produkt, was die Leute brauchen?

00:06:49: Zu vielleicht Preisen zur Kommunikation?

00:06:52: Und dann setzen wir ein Studiendesign auf, was diese Fragestellungen sinnvoll beantworten kann.

00:06:58: Sprechen wir in unserer Forschung über valide Kriterien und das ist so dass wir dann eben relativ wenig auf Self-Reports und nennen wir es in der sozialwissenschaftlichen Forschung gehen können sondern Experimente fahren müssen externe Dinge beobachten müssen, objektive Daten hinzuziehen müssen.

00:07:20: Du kannst dir zum Beispiel vorstellen wenn wir die Wirksamkeit eines Produktes erfassen also macht es die Leute glücklicher was auch immer das Produktversprechen dieses Produkte sein soll er macht ist die glückliche gesünder weiser, dann können wir zum Beispiel mit objektiven Daten rangehen und erfassen.

00:07:39: Ist da wirklich etwas passiert?

00:07:40: Zum Beispiel Arousal?

00:07:42: also wird eine höhere Steig der Puls an der richtigen Stelle?

00:07:48: schlafen die Leute besser?

00:07:50: solche diversen Biomarker tun wir noch mit rein in die Forschung um dann der Rest ist relativ statistisch hochzurechnen wie wohl der Markterfolg unter diesen Bedingungen sein wird.

00:08:02: Du hast das jetzt ja Eingang schon mal definiert, was eine Innovation ist.

00:08:06: Was sind denn so typische Kunden für euch?

00:08:09: Vielleicht mal da mal in den Markt guckt.

00:08:12: Ist ja mittlerweile relativ viel Prozess-Innovation.

00:08:17: Also wie können wir schneller Dinge billiger anders machen?

00:08:20: Ja

00:08:21: es ist ja auch logisch und ein Teil sind dann Produktinnovationen.

00:08:25: ich nehme an ihr kommt vor allem bei Produkteinnovationsspiel.

00:08:29: Was sind denn so typische Beispiele?

00:08:31: Also was müsste ich für eine Art von Produkt haben?

00:08:34: oder ist das egal, wenn ich zu euch kommen wollen würde.

00:08:37: Da wir besonders spezialisiert sind auf die Methodik, ist uns immer relativ egal, was für ein Produkt, was for einen Service und ob auch vielleicht der Prozess angeschaut wird.

00:08:47: Und genauso sind wir da total branchenaufwunden.

00:08:50: Das macht unseren Job so bunt ja dass wir im einen Moment die Babysitter-App, die neueste Babysiter-App prüfen und in nächsten den neuesten DeepTech Ansatz oder die neuste Proteinsyntese Formel.

00:09:05: Und je nach Status deiner Idee, deines Konzepts, deine Prototypen, deiner vielleicht schon marktbefindlichen Produktes was nur an einem anderen Markt nicht funktioniert und fragst dich warum?

00:09:17: Je nach Status ... oder Lifecycle dieses Produktes, kannst du... ... hast du typischerweise andere Fragen.

00:09:25: Ja?

00:09:26: Wenn du einen DeepTech-Ansatz hast dann fragst du dich erst mal,... ..."Wer ist überhaupt mein

00:09:29: Markt?"

00:09:30: Und brauchst eine Markteintrittsstrategie.

00:09:32: Wenn du in ein anderes Land expandierst,... ...dann sagst es natürlich die Frage stark nach kulturellen Unterschieden,... ...zudem was eigentlich schon läuft.

00:09:41: Was musst du hier beachten und anders

00:09:43: einordnen?...

00:09:44: ...wenn du gerade eine Finanzierung suchst!

00:09:47: Und eigentlich dein Businessplan schon im Schrank hast, das deine ganzen theoretischen Hausaufgaben gemacht.

00:09:52: Braucht aber ein Pre-Proof of Concept.

00:09:54: dann kannst du mit Kaufexperimenten gut zeigen nicht nur ob sondern in welchem Maß und unter welchen Bedingungen tatsächlich da der größte Markt Erfolg zu erzielen ist.

00:10:07: Und jetzt gibt es ja krasse Quoten, wie viele Innovationen scheitern.

00:10:12: Also das geht ja bis zu neunzig Prozent, je nachdem wen man fragt und in welche Studie man guckt.

00:10:21: Wann würdest du sagen ist ein guter Zeitpunkt?

00:10:24: Wenn ich jetzt eine gute Idee habe, zu dir zu kommen brauche ich schon ein fertiges Konzept?

00:10:30: oder Wann ist oder fast fertig?

00:10:33: Also wann ist so ein Zeitpunkt, wo ich denke jetzt gebe ich nicht mehr Geld in die Entwicklung rein.

00:10:39: Sondern spreche ich erst mal mit Anke und Bifi.

00:10:45: Immer wenn man seine Ressourcen neu ausrichten muss, also häufig ist ja das Dilemma.

00:10:51: Ich habe nur begrenzte Entwicklerressourcen oder ich hab nur begreste Marketing-Ressourzen.

00:10:56: wo setze ich die ein?

00:10:57: Dann spart man auch gemein in den ersten Gedanken bei der Innovationsforschung.

00:11:02: aber die Idee ist schon dass man sich vorher anschaut, um dann zu sagen wo die Entwicklerressourcen reingehen.

00:11:08: Wir haben zum Beispiel In-House einen Erfassungstool entwickelt das dir als Endergebnis eine Feature Roadmap herausgibt mit ganz klaren Indexwerten.

00:11:19: was musst du zuerst entwickeln?

00:11:21: Was als nächstes darüber hinaus und was da z.B.

00:11:23: einfließt ist wie du planst natürlich deine Features im Backlog Und wie zufrieden macht ihr das einzelne dieser Features?

00:11:33: oder wie unzufrieden macht das, wenn es nicht existiert.

00:11:37: Wie häufig würde es genutzt werden und wie relevant ist es für welche Subgruppe die du ansprichst?

00:11:43: Ja, wie wichtig ist es?

00:11:46: Und dazu kannst du sagen, wie aufwendig ist es denn überhaupt zu gut?

00:11:50: zu entwickeln.

00:11:51: Wenn du diese Dinge in eine Formel gehst, kannst du dir super exakt ausspucken lassen, in welcher Reihenfolge du die Entwicklerressourcen einsetzt und das ist natürlich etwas was ich möglichst davor tue.

00:12:03: aber prinzipiell ist die Erfahrung dass es zu jedem Punkt einsatzfähig ist.

00:12:10: also wenn du... fünf grobe Ideen hast, was du machen möchtest.

00:12:16: Kannst du genauso psychologische Nutzerforschung draufsetzen?

00:12:20: Wie wenn du bereits an einem Prototypen gewerkt hast und fragst da soll der jetzt so in die Serienproduktion gehen?

00:12:27: oder bleibe ich weiter erst mal bei meinem drei D Druck und diesen Einzelstücken.

00:12:31: Das ist so gut wie zu jedem Zeitpunkt sinnvoll einzusetzen.

00:12:38: in der usability sagt man immer so schön es gibt so dieses scribble.

00:12:40: da machst du erstmal ohne design extra ohne designen prototypen.

00:12:44: damit ist nur um die funktionalitäten geht, wenn du das feindesign schon rauf setzt dann werden wird der fokus bereits auf die ganz genaue ausformung gehen.

00:12:53: Da kriegst du nicht mehr so viel raus darüber ob die functionalitäten im kern die richtigen sind.

00:12:59: und Das Spannste an meinem Job eigentlich zu bestimmen, zu welchem Zeitpunkt welche Fragestellungen existieren.

00:13:07: Aus diesen Fragestellen kann man in unserer Forschung ziemlich sauber ableiten, welche Methodik sich daraus ergibt.

00:13:14: Daraus kann man sehr sauberableiten.

00:13:17: Du hörst schon ich liebe das diese Stringenz auch in diesem Forschungsprozess die welche mit welches Erfassungsinstrument wie ausgestaltet sein muss.

00:13:26: und daraus wiederum kannst du super aus ableiten welche Analyse du fährst.

00:13:30: Und da das im Prinzip nur noch die Darstellung der Ergebnisse und was du daran berechnest, wie du es darstellst.

00:13:36: Dann bekommt man so einen ausführlichen Informationsbericht darüber, was man jetzt als nächste konkrete Handlungsempfehlungen berücksichtigen darf.

00:13:47: Neulich fragte mich jemand Anke ihr seid ja angetreten damals zur Gründung?

00:13:53: nur wahre Ergebnisse zu kommunizieren.

00:13:56: Also nichts, was dem Auftraggebenden gefallen würde, sondern nur die Dinge, die da wirklich rauskommen.

00:14:01: statistisch.

00:14:02: und da kann natürlich auch herauskommen dass die Innovation vielleicht nicht so verfolgen ist und das würde natürlich auch Herzen brechen und Pläne durchkreuzen.

00:14:11: und als sich das gefragt wurde bin ich das erste Mal selbst so in meine Reflexion gegangen.

00:14:15: Wie war das denn die letzten fünfzehn Jahre?

00:14:18: Wo ist es dann mal passiert?

00:14:20: und mir ist aufgefallen, dass das eigentlich gar nicht passiert weil So viel aus einer Studie raus kommt so viele Erkenntnisse muss dir vorstellen.

00:14:28: da sind dann vielleicht hundertfünfzig Seiten statistischer Ergebnisbericht Und zehn klare Handlungsempfehlungen.

00:14:35: wie musst du weiter fortfahren?

00:14:36: warum eigentlich Dass das nie so einen Showstopper ist sondern man denkt eher Man bekommt dann im klassischen Sinne eher raus, ich habe diese fünf von mir aus plakativ fünf klassischen Features.

00:14:49: In die ersten zwei ist der techverliebte Gründer... Von denen ist er ganz besonders überzeugt und wir finden vielleicht raus.

00:14:57: schön du hast einen neuen technischen Lösungsweg aber Bedürfnisse werden dadurch nicht anders gedeckt.

00:15:03: Das rauchen die Leute eigentlich gar nicht, aber was sie brauchen ist das, was hier hinten an Alternativfeatures noch zur Verfügung steht.

00:15:09: Wenn du darauf setzt, wenn du die stärker ausbaust und da noch diese und jene Bedürftesteckung hinzutust, wenn Du das sauber kommunizierst dann kannst Du auch tatsächlich Preise aufrufen, die dieses Geschäftsmodell nachhaltig attraktiv machen.

00:15:26: Das heißt es gibt nie Nur Bad News.

00:15:28: Sondern es gibt immer auch Chancen, was man tun kann um den Markt zu befriedigen.

00:15:36: Und Anke?

00:15:37: Habt ihr denn für deinen Unternehmen oder euer Unternehmen jetzt sammelt mit mehreren gegründet?

00:15:42: Habte dann auch eine Studie gemacht?

00:15:48: Seine Marktglücke.

00:15:49: Es ist ja auch irgendwo eine Produktinnovation, die er gewonnen hat oder anbietet.

00:15:54: Wenn man noch fasziniert, dass wir auch nach heute sechzehn Jahren Unternehmensgeschichte allein am Markt mit genau dieser Dienstleistung befinden uns in dieser Transfer... Wir besetzen ja diese Transferschnittstelle und übersetzen wissenschaftliche Erkenntnisse on Player zur Wirtschaft.

00:16:13: Und wir sagen, die Wissenschaft muss eingesetzt werden um der Wirtschaft zu dienen.

00:16:17: Wir wollen agil sein schnell sein Innovationen tatsächlich unterstützen den Unternehmen Unternehmen helfen bei den Problemen, die sie aktuell haben.

00:16:27: Und wenn man zum Beispiel an der Universitätsinstitut geht, dann sagen die ja okay wir können in sechs Monaten Ergebnisse liefern und in den Unternehmen wird uns zurückgemeidet.

00:16:38: In drei Wochen sieht unser Produkt schon völlig anders aus.

00:16:40: Da brauchen wir die Erkenntnisse gar nicht mehr.

00:16:41: Das heißt hier sind da sehr agil und grenzen uns auch ab zu wissenschaftlichen Forschungsinstituten, die universitär angebunden sind weil die einfach langsamer seien müssen in diesem System.

00:16:53: Und da bin ich immer noch fasziniert, dass wir die einzigen am Markt sind, die tatsächlich mit wissenschaftlichen Studien da reingehen – nicht als Kreativagentur, nicht als MAFO, wo man fragt wollen sie das kaufen?

00:17:06: Schmeckt Ihnen das?

00:17:08: Sondern tatsächlich mit diesem akademischen Ansatz zu erfassen, nicht unternehmensberaterisch sondern mit Datensprechen lassen Da bist du ja auch der Profi, wirklich zu sagen wir befähigen Entscheidungen in denen wir valide Daten zur Verfügung stellen.

00:17:26: Das ist tatsächlich immer noch einmalig und ich wundere mich darüber.

00:17:30: aber schön für uns.

00:17:31: dann ist das natürlich eine gewisse Exklusivität die wir noch haben.

00:17:36: Ja absolut!

00:17:37: Und auch fürs Mover Advantage also erlaubt ihr denn nach sechzehn Jahren immer noch ne?

00:17:44: Aber erzähl doch nochmal wie.

00:17:46: Wie kam es denn dazu?

00:17:47: Also wenn du jetzt sagst, bis heute die Einzigen gibt natürlich Marktforschungsinstitute.

00:17:51: Mal vor hast du sie genannt Wissenschaftsinstitute.

00:17:55: Die ganzen Universitätslandschaft wird ja auch zunehmend dadurch geprägt dass Sie sagen wir wollen hier schneller unsere Innovation in die Wirtschaft bringen.

00:18:06: also diese Inkubatoren ist ja noch mal was anderes.

00:18:09: aber halt dieses.

00:18:11: Wie schaffen wir schneller diesen Transfer von unseren wissenschaftlichen Ergebnissen rein in die Wirtschaft, als ins Unternehmertum?

00:18:20: Vor fünfzehn Jahren war das natürlich noch mal eine Nubs anders.

00:18:24: Aber wie kam es dazu, dass ihr euch damals gesagt habt... Oh ja!

00:18:31: Das machen wir jetzt mal.

00:18:33: Ist ja auch mutig.

00:18:34: Du hast es ja im Grunde auch als Berufseinsteigerin

00:18:37: gemacht.

00:18:37: Genau.

00:18:38: Ja Ich habe damals dieses Unternehmen mitgegründet, mit vier älteren Männern.

00:18:44: Die deutlich erfahrener waren und auf... besseres Netzwerk zugreifen konnten und ich als gerade mit dem Studium fertig habe da mich regelrecht geerd gefühlt dort mit in der als Gründerin aufgenommen zu werden.

00:19:01: Ich hätte mich damals wahrscheinlich auch völlig zufrieden gegeben, als erste Mitarbeitende und dann bin ich meinen Mitgründern immer noch dankbar die mittlerweile sich haben auch von mir rauskaufen lassen.

00:19:12: und jetzt bin ich hier allein als Gesellschafterin an diesem Institut.

00:19:19: Und damals hatten wir unser fünftköpfiges Gründerteam so zusammengestellt.

00:19:26: Stell dir vor, also wir waren drei von uns, waren in dem gleichen Unternehmen tätig und da ging es um klassische Marktforschung.

00:19:34: Da waren wir bereits in einer Spezialabteilung die auf statistisch besondere Analysen nenn ich sie mal, Advanced Statistics spezialisiert war und besondere Studiendesigns die nicht heißen... Ich mache die Schublade auf, nehme Fragebogen X und tausche ein Wort aus.

00:19:50: Sondern ungewöhnliche Modelle, die dann auch den Preis der deutschen Marktforschung gewonnen haben Und wir drei dachten uns das irgendwie muss da mehr gehen.

00:20:01: also Wir brauchen noch Akademischere Ansätze und wir wollen gern diese Diese Idee mit denen nur wahre Ergebnisse und nur behelfen mit dem was die Wissenschaft der Wirtschaft bieten kann.

00:20:17: Die Wissenschaft in den Dienst der Wirtschaft zu stellen, so haben wir das gelernt und es ist bis heute.

00:20:22: wieviele DNA würde ich behaupten.

00:20:25: Und der vierte und fünfte Gründer wären tatsächlich Personen die wir da auch extrem gut gebrauchen konnten.

00:20:32: in dieser Konstellation.

00:20:33: eine war jemand der sich tatsächlich sehr gut mit Technik und Design auskante und das andere war jemand, der damals unser Auftrag Geber war der also die andere Seite auch kannte.

00:20:45: Wie treten, wie müssten wir auftreten?

00:20:47: Was müssen wir ansprechen um tatsächlich unser Mehrwert klar zu machen?

00:20:51: und dann sind wir da ganz naiv los und haben gegründet und wollten aber demjenigen Unternehmen aus dem wir Kamen nicht Konkurrenz machen.

00:21:04: Wir haben super Verhältnis auch bis heute und wollten da eigentlich keiner Kunden abgraben.

00:21:11: Und dann haben wir uns da mal genau umgeschaut und gesagt, oh!

00:21:15: Die haben ja so gut wie alle Kunden die Rang und Namen haben.

00:21:19: Und da wir in Berlin waren in der Start-up Bubble, die gerade dort mit den ganzen Internetstartups durch die Decke ging wo plötzlich viele Millionäre entstanden und aber auch viele Ideen... nicht auf die Straße kamen oder verendeten, haben wir uns gesagt dann schauen wir uns mal dieses Feld an.

00:21:38: Und so war es wie ich auch von vielen anderen Unternehmern höre einfach keine geradlinige Entscheidung sondern eine chancenorientierte Entwicklung würde ich es nennen.

00:21:48: Das heißt, wir haben uns die ganzen Start-ups angeschaut.

00:21:50: Wir haben geguckt wie wir denen helfen können?

00:21:53: Wir haben gesehen was wir da methodisch eigentlich ganz anders beachten müssen als bei so einer klassischen Marktforschung und haben dadurch unser Methodenzet entwickelt sind auf Konferenzen, auf dem wir diese Methoden vorgestellt haben.

00:22:06: Einer unserer Gründer hat darum seine Doktorarbeit geschrieben um eine ganz spezielle Methode Wie man sehr viel Textmenge in online Kommentaren und qualitativ auswertet.

00:22:18: Solche Sachen haben uns damals beschäftigt, dann haben wir unser Methodenset zusammengestellt und dann waren wir plötzlich in der Innovationsforschung Und der Name Bifi bleibt natürlich im Kopf und das ist auch kein Versehen.

00:22:35: Da haben wir als Psychologen lange mit Abkürzungen gerungen und dachten die ist wahrscheinlich am wenigsten vergesslich.

00:22:43: Da würde ich sagen, habt ihr recht gehabt ohne eine intensive Studie darüber machen zu müssen.

00:22:49: Und ich frage jetzt mal so direkt nach, weil was du erzählst klingt ja schon auch danach als ob es erst einmal eine Durchsstrecke beziehungsweise Entwicklungsphase gab.

00:23:01: Wie habt ihr euch denn da finanziert?

00:23:04: Wenn ich das mal so reinhauen darf...

00:23:07: Die gab's auf jeden Fall erst recht wenn man mit fünf Leuten gründet und kann relativ schwer Bootstrapped fünf Leute sofort finanzieren.

00:23:15: Das heißt, wir haben da erst mal geschaut wie wer ist gerade wirklich nötig und wer braucht grade welches Budget für sein Lebensunterhalt?

00:23:25: Und da gestarker Haus haltet ja es.

00:23:29: während der Anfänge habe ich auch noch gegeschaut, wo ich noch unterkommen kann.

00:23:35: Wo ich noch Beratungsaufträge machen kann.

00:23:39: Andere Gründer haben eben so gesagt Ich habe hier noch eine andere Chance die mache ich erst mal.

00:23:44: einen Gründern hat beispielsweise jahrelang Eine Ausgründung, die wir mit einem anderen Unternehmen zusammen gegründet haben betreut und So hatten wir dann verschiedene Situationen, die uns aber auch dazu geführt haben Dass man gesehen hat, wer da eigentlich wie am Start bleiben möchte.

00:24:02: Wenn es auch vielleicht ein bisschen kritischer ist und was die anderen Unternehmen oder Gründern vor allem mitgeben kann bei uns war es bestimmt zwei Jahre dass wir uns im Markt finden mussten.

00:24:11: das beobachte ich auch heute noch.

00:24:14: Das hat mit dem stichwort Resilienz zu tun.

00:24:16: ja wenn man gerade in den ersten zwei Jahren sehr offen ist sehr anpassungsfähig Und wenn man in einer Sackgasse ist Also erst mal, sich ganz viel im Markt alles anschaut was möglich ist.

00:24:28: Alles anhört was vielleicht Kunden benötigen in einer Sackgasse umdreht und vielleicht dann denkt irgendwann denkt oh mein Gott wenn ich auf einem Zickzakust es fühlt sich gar nicht regent an immer wieder erfinden wir uns neu hier so gut wie jede jeden Monat Dann glaube ich für das zu Resilienz weil man dann einfach flexible genug ist auch auf unterschiedliche marktbedingungen reagieren zu können.

00:24:50: Und so war das bei uns auch.

00:24:53: Eines unserer Learnings.

00:24:54: ganz konkret war, wir sind gestartet und waren unglaublich stolz auch mit den Preisen die wir gewonnen haben vorher schon dass wir alles beantworten können.

00:25:05: Und ich hatte dir ja eigentlich vorhin aus ein bisschen gesagt, eigentlich kannst du da immer ansetzen?

00:25:09: Eigentlich kannst du alles beantworten!

00:25:11: Eigentlich kannst du dich so auf dem Themen widmen.

00:25:14: und dann ist uns aufgefallen... Die Auftraggeber hören sich das gerne an, sind leicht beeindruckt Aber sie schlagen nicht zu, warum?

00:25:24: Und irgendwann haben wir uns das so erklärt.

00:25:28: Das ist so komplex.

00:25:29: Kannst du ihnen nicht sagen, wir haben alles, such mal aus!

00:25:31: Sondern du musst das was du eigentlich völlig flexibel und individuell zuschneidern kannst trotzdem künstlich in Produktpakete gießen und sagen Du könntest jetzt Frage X dir beantworten lassen und da könntest auch Frage Y beantworten lassen.

00:25:46: Das hat eine ganze Weile gedauert, dass ich mich damit abgefunden habe, weil am Ende liebe ich ja die Komplexität in dem ganzen Spiel und den Forschungsstudien, das du alles erfassen lassen kannst.

00:25:56: Und das ist aber von den Auftraggebenden schwer nachvollziehbar.

00:26:00: Es überfordert sie, wenn Sie sich selbst Ihre Fragestellungen rausholen sollen.

00:26:04: So sind wir dabei gelandet, nach ungefähr zwei Jahren wirklich im Produktpaketen zu sprechen.

00:26:10: Genauso gab es noch mal so einen Effekt als wir Hundertseitigen Ergebnis berichten, einmal radikal geswitched sind und zwar war das Feedback immer wieder.

00:26:23: also werden so eine Stunde Präsentationszeit.

00:26:29: Und dann sind wir da durchgerannt und natürlich mit einer schönen Geschichte möglichst Spannungsbogen gehalten und hoffentlich blättert er nicht vor, weil wir wollen ja alles erzählen.

00:26:38: Unsere Forschung war ja so spannend und ist ja so viel rausgekommen.

00:26:41: Irgendwann häufen sich die Rückmeldungen an, ich habe zehn Minuten.

00:26:44: was soll ich denn nun tun?

00:26:47: Ist ja schön, was ihr gemacht habt.

00:26:48: Aber ich habe nur zehn Minuten Zeit und ich brauche jetzt mal hier ganz klare Empfehlungen von dir.

00:26:53: Was heißen denn diese Werte?

00:26:54: Und was sollen wir damit

00:26:55: machen?".

00:26:56: Da gab es dann vor einer Reihe an Jahren eben auch so einen großen Switch den wir gegangen sind dass unsere Unternehmenspräsentation heute der Hauptteil sind.

00:27:04: zehn Seiten auf jedem steht ein Action Point also eine konkrete Handlungsempfehlung und im Appendix kann man sich dann auf vielen Seiten rauslesen warum will das raten?

00:27:15: Und das war auch noch mal so eine tatsächlich Marktanpassung, die sehr viel intern verändert hat an den Prozessen.

00:27:22: Ja, das glaube ich.

00:27:23: also eine Führungskraft von mir hat immer zu mir gesagt vor Schmidt in einer Präsentation gehört nicht alles rein was sie wissen.

00:27:35: Da war ein wahres Wort dran und das predige ich heute meinen Studenten und sage Leute Nicht Alles Muster rein!

00:27:46: Das heißt aber, ihr habt schon auch das befolgt was ihr jetzt von euren Kunden erwartet.

00:27:51: Nämlich eine gewisse Flexibilität.

00:27:53: Was ja ich sage mal gerade in der deutschen Kultur wo Beständigkeit, Kontinuität, Ausdauer gefragt ist, ja auch tatsächlich gar nicht so einfach ist.

00:28:05: Auch dieses haben wir eine eigene Idee oder ein Produkt hat bedeutet ja auch immer irgendwie anzuerkennen, dass man nicht recht hatte.

00:28:13: Also mache ich jetzt noch nicht unrecht aber zumindest hat sich die These so nicht bestätigt.

00:28:18: So und ich meine mittlerweile seid ihr gewachsen deine Mitgründer sind raus du bist alle einige Geschäftsführerin.

00:28:27: Wie ist denn, das hört man ja von ganz vielen Gründern und Gründerinnen.

00:28:32: Und auch von vielen... So ob es jetzt so ein Startup-Bereich ist aber auch wenn ich hier so mal ein kleines Unternehmen auf Bauer und Langsam wachse als Unternehmerin.

00:28:43: Als Unternehmer fängst du ja sehr hands on an und machst alles.

00:28:48: Das ist einerseits gut und dringend notwendig weil sonst kriegste es ja erstmal nicht vor die Reihe.

00:28:55: Irgendwann stößt es aber natürlich an seine Grenzen, weil du brauchst ja auch andere Leute die da was machen und übernehmen.

00:29:02: Und wenn die Chefin immer alles selber und besser und schöner weiß kann das ja auch mal frustrieren.

00:29:08: Wie gehst du damit um?

00:29:09: Wie ist dir dieser Switch gelungen?

00:29:11: oder war's eigentlich nie ein Thema für dich?

00:29:13: Weil es war eher so super dass jemand der mich entlasten kann Ich kippte einfach alles rüber.

00:29:21: Das war tatsächlich ein ganz schön großes Thema dieser manchen Landeswachstumsschmerz.

00:29:28: Da bestimmte Themen flaschenheitsartig auf Schlüsselpersonen sitzen und es oft im ersten Moment so anmutet, als ob das die anderen Neuankömmlinge nicht abnehmen könnten weil das Onboarding so lange dauern würde dass die Aufgabe am Ende schneller selbst getan ist.

00:29:50: Und mittlerweile müssen wir, im Vergleich zum Anfang, auch noch mal eine Hierarchie dazwischenschalten.

00:30:00: Was eigentlich anfangs und jahrelang unserem Werteprofil gar nicht entsprach.

00:30:06: Also wir haben drei zentrale Werte im Unternehmen die dafür wichtig sind zu schauen ob diejenigen, die im Team sind sich hier genauso wohlfühlen wie sie sollen.

00:30:20: Der Anspruch ist, dass jeder Mitarbeitende seinen Traumjob selbst gestalten kann.

00:30:26: Das liegt auch vielleicht daran – das ist vielleicht etwas Privileg-, dass Forschungstätigkeit häufig mit einer intrinsischen Motivation einhergeht?

00:30:34: Das ist vielleicht was anderes am Fließband.

00:30:36: Wenn ich da erzähle, bau dir deinen Traumjob dann ist es vielleicht eine Farce.

00:30:39: aber bei uns ist das ja tatsächlich ein super spannendes Feld und die Rahmenbedingungen müssen stimmen dass jeder dort happy ist und sich selbst verwirklichen kann.

00:30:49: Das heißt unser erster Wert ist persönliches Wachstum.

00:30:53: Wenn das mir ein Wert ist, dann bin ich bei BV richtig.

00:30:56: Das zweite ist Teamgeist.

00:30:59: Dass wir totale Teamplayer sind und dass wir jederzeit füreinander einstehen, aneinander Dinge abnehmen.

00:31:04: Und es hat damit zu tun, Leistung, ich hatte ja vorhin erzählt wir müssen super schnell agieren für Forschungsstudien wirklich eine Herausforderung.

00:31:13: Die Auftraggeber rufen an und werfen alles über den Haufen weil sich bei ihnen Konditionen geändert haben.

00:31:18: dann müssen wir das auch ganz schnell tun nicht motzen und meckern sondern einfach einen Weg finden und sehr agil sein und das entspricht so einer hundertprozentigen Serviceorientierung Und die ist glaube ich wichtig dass man tatsächlich die wirtschaftlichen Bedürfnisse mit unserer Wissenschaftsleistungen bedienen kann Und dafür brauchen wir Teamplay.

00:31:37: Dafür sprechen wir jeden Morgen und abends.

00:31:39: Wer ist eigentlich grad wann, wo dran?

00:31:41: Es hat auch Motivationsaspekte ja dass jeder von uns sich echt doll engagiert und das man sieht.

00:31:47: wenn das jeder von us in jede Richtung tut dann bewegt sich dieses Schiff richtig.

00:31:52: Dann passiert jeden Tag richtig was Großes.

00:31:55: Bei mir ist es noch so dass ich als alleinerziehende Mutter von drei Kindern die nicht allzu groß sind immer ein Backabbraucher Das heißt, Kita ruft an oder Schule oder Hort.

00:32:08: Kind ist krank!

00:32:10: Du musst jetzt sofort kommen egal wo du bist.

00:32:12: Dann kann ich jederzeit Personen in meinem Team anrufen die mir das abnehmen was ich jetzt gemacht hätte.

00:32:20: und das ist ein super Gefühl weil man ja bei der Vereinbarkeit von Familienberuf in Deutschland nicht so wahnsinnig gebackt wird.

00:32:28: Und wir haben uns das im Team so aufgebaut, dass es für mich ein Lebensmodell sein kann.

00:32:35: Der dritte Wert ist tatsächlich impactorientiert also wirksamkeitsorientiert arbeiten alles was du tust wertvoll weil du die Aufgabe erledigt hast, sondern weil du damit ein Ziel erreichen willst.

00:32:50: Sag dir jemand so schön der Schuss zum Tor!

00:32:53: Du kannst einen super Teamplay haben und immer hin und her passen aber der Schuß zum Tor ist das was wir tun tatsächlich Wirkung erzählt und Effekt hat.

00:33:00: Das ist sozusagen unser dritter zentraler Wert im Unternehmen und unser Team muss... Kriegt das gleich bei Einstellungen onboardigen Bewerbungen gezeigt?

00:33:10: Hey, kannst du dich damit arrangieren?

00:33:13: Und für uns ist total wichtig, dass sich die Teammitglieder auch für uns entscheiden.

00:33:17: Also weil es nicht einfach ist, weil's viel ist, Multitasking viele Ansprüche manchmal schwere Rätsel zu lösen wie wir etwas hinbekommen frustrierende Dinge im Weg stehen und da ist es total wichtig das man das mag.

00:33:32: Da kommt dir die Personalerin in mir durch und würde mich mal interessieren Wie findest du das denn raus?

00:33:38: Weil ich stelle mir jetzt vor, gerade, ihr habt jetzt wissenschaftsorientiert.

00:33:42: Der Markt ist natürlich auch überhaupt nicht einfach.

00:33:45: wenn ich jetzt jemand bin der außer Akademia kommt weiter an diesem Bereich arbeiten will dann kann ich mir die Stellen ja im Grunde eine Hand abzählen so.

00:33:53: und also ich sage mal Wenn ich jetzt in so einer Position wäre hätte ich vielleicht auch erst einmal ein extrem hohes Interesse zu dir zu kommen egal ob die Werte zu mir passen oder nicht.

00:34:03: Ja, weil ich will erstmal hier in Lohn und Brot kommen.

00:34:07: Mich ein bisschen verdienen, Sicherheit schaffen.

00:34:10: Also keine unterschiedliche Motivation dahinter stecken.

00:34:13: Wie habt ihr da ein System entwickelt oder irgendwie wie ihr das abfragen könnt?

00:34:17: Oder umgekehrt seid ja auch schon mal auf die Klappe gefallen.

00:34:19: Das ist genau so ein Opportunist wie ich hervorstandet vor der Tür statt.

00:34:25: Super schöne Frage.

00:34:27: Also wir fühlen tatsächlich auch im Bewerbermarkt, dass die Menschen ein wenig... also es ist wieder ein Arbeitgebermarkt wird?

00:34:37: Dass die Menschen schon monatelang gesucht haben und irgendwann auch auf uns kommen.

00:34:42: Das ist natürlich erst mal ein Indiz.

00:34:43: aber das heißt nicht, dass wir nicht trotzdem schicksalhaft zusammengeführt wurden und das nicht ein total perfekt Match sein kann weil wir sind ja eben übersichtbar und die größte Institution.

00:34:53: Das heißt, wenn dann jemand nach längerer Suche auf uns zukommt, kann das ja immer noch von den Querten passen?

00:35:01: Wir haben genau dieses Thema... also wir befassen uns als Psychologen auch mit Algorithmen, mit Personalwesen, mit Motivationsstrukturen, Incentivierungsideen, Gamification-Ansätzen.

00:35:15: vieles in unseren Studien abgedeckt und da ergab sich, das wäre selbst sagt ein Fachkräftetopic ist auch bei uns eine Frage.

00:35:24: Wir haben mit einem Softwareunternehmen eine Software gebaut die uns in diesen Fragen hilft Und die nennt sich der Bockfaktor.

00:35:33: Du hast also einerseits die fachliche Kompetenz eines Bewerbenden und dann hast du noch die sage ich mal Soft Skills werden immer so soft skills genannt.

00:35:45: Rund um die Fachkräftemangel-Diskussion in Deutschland vor ein paar Jahren wurde laut, eigentlich kannst du die

00:35:51: Fachskild

00:35:53: nachrüsten.

00:35:55: Aber Motivation?

00:35:56: Die kannst du schwer nachrüsen!

00:35:59: Also geht es mehrlich noch... also ist das wichtigere eigentlich, wonach du heiern musst und die richtige Einstellung.

00:36:07: Und der Bockfaktor hat eine Validierung erfahren, der begründet sich auf zwölf verschiedene Konstrukte wie z.B.

00:36:18: Ambitionen zum Beispiel Leidenschaft wie zum Beispiel Geduld Neugierde diverse Faktoren.

00:36:29: und da gibt es einen Bewertungssystem Da gibt das ein Self und natürliche Fremdeinschätzung.

00:36:37: Das heißt, man spricht aktiv im Bewerbungsgespräch über diese Komponenten und lässt die Personen sich selbst einschätzen und über Anekdoten erklären warum diese Einschätzungen so ist.

00:36:49: Das Tool selbst soll auch extern einsetzbar sein.

00:36:53: zukünftig sieht dann sogar vor dass du weiter in Feedback-Gesprächen wenn du die Person dass du in Feedback-Gesprächen weitergehst, auch mit diesen Einschätzungen und sich dann spätestens schnell zeigt ob das eigentlich vielleicht gar nicht so richtig gut realistisch eingeschätzt wurde.

00:37:17: Aber bereits in diesen Gesprächen haben wir das Feedback, dass die Leute sagen, das war ein cooles Bewerbungsgespräch!

00:37:22: Und vielleicht auch sagen, es passt hier nicht oder so?

00:37:25: Aber meistens sagen sie selbst wenn wir uns dann nicht für eine andere entscheiden... was für tolle Aussageninformationen ich allein für mich selbst dabei herausgeleitet habe.

00:37:37: Also das ist eigentlich ein schönes Tool dieser Bockfaktor, um darauf zu gehen ob die Werte tatsächlich vorhanden sind oder eben wie du sagst jetzt erst mal nur aus Mangel behauptet werden.

00:37:51: Super cool!

00:37:51: Also spannend ne?

00:37:52: Weil das ist ja ganz ehrlich den Thema.

00:37:53: also ich erlebe immer noch viele die halt einfach sagen Joa... Passt schon, das kann ich einschätzen.

00:37:59: Ich habe eine gute Menschenkenntnis und es haben viele sicherlich auch.

00:38:03: Das will ich gar nicht in Abrede stellen aber man übersieht ja manchmal einfach andere Menschen die dann im ersten Moment nicht so gut einfallen.

00:38:11: Anke du hast jetzt immer schon selber gesagt also ihr habt einen hohen Schnelligkeitsdruck?

00:38:18: Also der Kunde will jetzt nicht hören... ... vier bis fünf Monate passt, sind auch noch Sommerferien.

00:38:26: Genau!

00:38:26: Wir haben erst mal eine

00:38:27: Sommerferie.

00:38:29: Genau, wir haben Urlaub und andere Studien.

00:38:32: Das Kind war krank so... Also das heißt ihr habt einen hohen Druckfaktor plus.

00:38:37: ich meine du hast Kinder muss dich ein da auch noch mit drum kümmern.

00:38:41: möglicherweise hat der einer oder anderen Team eine ähnliche Situation Und es dreht natürlich einfach Schwierigkeiten auf Schwierigkeiten im Sinne von ...die Thesen, die ihr vielleicht gehabt habt.

00:38:53: Die bewahrheiten sich nicht.

00:38:54: Ihr müsst was anpassen.

00:38:55: der Kunde will eine Änderung... Also es ist ja nicht so dass man mich in einer Routine Tätigkeit hat und die durchläuft.

00:39:02: Wie gelingt es dir in so einer Zeit?

00:39:04: Weil das ist dann auch durchaus nervend aufreibend.

00:39:07: und dann hinterfrage ich mich als Mitarbeiter vielleicht auch wie gelingt's dir in turbulenten Zeiten Stressphasen also vielleicht selber auch die Ruhe zu bewahren und dieser auch deinem Team zu vermitteln?

00:39:21: Also

00:39:23: unser Weg ist ziemlich häufig, glaube ich, Erfolge zu feiern.

00:39:28: Denn im Alltag wirkt es dann manchmal so psychologisch alle darauf getrimmt das Verluste schwerer wie als Gewinne und wenn wieder ein Problem auftritt, dann wirkt das häufig nerviger größer als wenn dann mal was gut geklappt hat.

00:39:47: Und deshalb feiern wir die Erfolge aktiv und wir haben zum Beispiel zwei Formate, die ich jetzt aus anderen Unternehmen so noch nicht kenne.

00:39:54: Das eine ist dass wir uns die Zeit nehmen alle in einem regelmäßigen Zeitraum für bis sechs Wochen einen sogenannten sehr pathetisch habe ich mir den Namen überlegt ein Pride Day zu feiern.

00:40:07: das heißt an diesem Tag nehmen wir uns Zeit es jeder Vorstellen kann, worauf er bei seiner Arbeit ganz besonders stolz ist.

00:40:13: Welche super coolen Kunden er hatte?

00:40:15: Welche Brandtatschaft er gereiert hat wie interessant die Forschungsstudie im Inhalt eigentlich war weil wir in dem stressigen Alltag überhaupt keine Zeit haben, dass jeder weiß was läuft denn da alles großartiges am anderen Ende.

00:40:29: Welche Innovationsprojekte wir gepusht haben?

00:40:32: Was wir für die Leute rausgeholt haben erreicht haben und das ist

00:40:36: so schön!

00:40:37: Das ist so eine schöne Erfahrung weil wir uns einfach mal auf unseren Lorbeeren ausrufen ohne an diesem Tag und gegenseitig inspirieren.

00:40:44: warum tun wir es eigentlich den ganzen tag und warum?

00:40:46: es ist okay dass wir Hand in hand gegen die täglichen Frustration einfach weiter uns durchsetzen und unsere Energie einsetzen, weil am Ende so großartige Dinge passieren und so großwartiger Erfahrung gemacht werden können.

00:41:02: Und man darauf einfach als Team auch sehr stolz sein kann.

00:41:06: Das ist das eine Format was glaube ich auch unternehmerisch einfach total Sinn macht, weil es verschiedene Komponenten erzeugt nämlich dass jeder im Unternehmen abgedatet ist.

00:41:17: Dass man motivational sieht das alle in eine Richtung laufen alle am gleichen Strang ziehen Teamgeist da lässt sich keiner zurückfallen und sagt die werden das schon für mich lösen sondern man sieht jeder einzelne hat sein Beitrag zu leisten und der ist wichtig und sinnvoll und macht Spaß für alle und alles sind dankbar.

00:41:36: Und das zweite ist, dass wir uns tatsächlich jeden Freitag am Nachmittag die Zeit nehmen für einen Wochenabschluss in dem wir darüber sprechen was diese Woche für uns relevant war.

00:41:50: Für jeden Einzelnen, was wir besonders interessant fanden und was wir jede Woche gelernt haben.

00:41:57: wird jeder aufgefordert zu sagen, was hat er gelernt in dieser Woche?

00:42:00: Was für mich zum Beispiel gar nicht mehr so einfach ist nach sechzehn Jahren, die mal zweiundfünfzig Wochen hatten.

00:42:06: Aber wenn man danach mal sucht, dann empfindet man auch Dankbarkeit und spürt das es persönliche Wachstumsmotiv weiter genährt wird.

00:42:14: Und die dritte Frage, die mir auch diese und jener Mensch schon als besonders cringe zurückgemeldet hat, die aber einfach funktioniert.

00:42:23: Weil sie uns sehr schön zusammenhalten lässt.

00:42:26: Die dritte Frage ist, wem sprichst du ein Lob aus dem Team?

00:42:30: Und das sind auch so schöne Stories, die dabei darum kommen.

00:42:33: Auch da haben wir wieder den Effekt.

00:42:37: der eine war so busy in einem anderen Thema ... Der hat das gar nicht mitbekommen.

00:42:40: was alles großartiges diese Woche passiert ist und natürlich auch wie es den einzelnen Leuten geht spürt man dadurch sehr schön.

00:42:48: Und dadurch by the way spürt man übrigens auch, ob jemand zu den Werten passt.

00:42:54: Zum Beispiel hatte ich mal einen Mitarbeitenden der sagte dann das schönste diese Woche war dass sich den Sonnenaufgang auf dem Bahnsteig erleben durfte und es hat er dann einfach vier Wochen hintereinander genannt und es hatte eigentlich nie mit seinem Arbeitsleben zu tun.

00:43:11: Okay!

00:43:12: Ob das dir hier so taugt wie wir das eigentlich von dir möchten damit du hier nachhaltig glücklich bist ja Das sind natürlich auch Indizien.

00:43:22: Wo steht das Team?

00:43:23: Wo sind vielleicht Herausforderungen, was für Lapidare oder tiefgreifende oder hochmotivierende Dinge werden da genannt?

00:43:30: Das ist immer sehr schön und man geht aus einer sehr anspruchsvollen Woche mit dem Gefühl raus.

00:43:37: Ist schon richtig geil, was wir da machen!

00:43:40: Ich

00:43:40: liebe es sehr, ich bin nicht selbst auf die Idee gekommen.

00:43:43: Ich glaube, dass kann man als Unternehmer schwer auf Dog trainieren.

00:43:50: es würde vielleicht doch sehr künstlich kommen, sondern bei uns kam das tatsächlich aus dem Team.

00:43:58: Ein Teammitglied hat gesagt lasst uns das so machen und das ist bis heute über viele Jahre schon tolle Tradition geworden.

00:44:07: Ja also ich denke ja gerade drüber nach weil ich zwar eine Frage die mir auch gestellt habe, aber ich sage das auch ganz oft bei Beratung fangt doch mal an mit, worauf seid ihr stolz diese Woche?

00:44:19: Was ist gut gelaufen und was habt ihr

00:44:20: gelernt?".

00:44:22: Und da stelle ich fest, es ist oft ein sehr andauernder Prozess.

00:44:26: Also musst du ein bisschen Geduld mitbringen.

00:44:28: Wenn du nie darüber gesprochen hast, ist diese Frage mit, was hast du eigentlich gelernt?

00:44:32: Worauf bist du stolz die Woche?

00:44:36: Ja damit beschäftigen sich ja ganz viele überhaupt nicht.

00:44:39: Ich habe auch gerade gedacht, dann habt ihr gesagt dieses persönliche Entwicklungsthema ist bei euch nennwert.

00:44:45: Auch das wird Auch wenn ich die These habe, dass alle danach streben sich persönlich zu entwickeln wird das ja auch.

00:44:51: Haben es viele gar nicht so präsent?

00:44:52: Dass das ein Thema ist.

00:44:54: und dann ist ja auch dieses also was lerne ich?

00:44:57: ein klebe mich neu mit einem Freund unterhalten der meinte ja einen Tag an dem ich nicht lerne ist für mich ein dover tag und dieses Aber diese Einstellung ist sagen zweimal lebenslange lernen bla bla bla.

00:45:06: aber die hat ja gar nicht jeder.

00:45:09: Da habe ich mich den trotzdem auch wohl.

00:45:10: das sage es kommt aus dem team.

00:45:12: also da bin ich hundertprozent bei dir wenn's aus dem Team kommt ist es halt viel cooler.

00:45:17: Weil dann ist es nicht die doofen oder dieser komische Chef der schon wieder was vorschlägt und irgendwie hat er sie nicht mehr alle, aber ich frage mich trotzdem ob sichs nicht auch als Unternehmer oder Unternehmerin lohnt weil ich eben dafür einen bewusst sein schaffe dass es eben auch dieses Wenn man sagt, so aus Fehlern lernen.

00:45:38: Das ist dann ja auch mal gleich so negativ und man nicht sagt, was ist denn richtig gut gelaufen?

00:45:42: Was ist ein Stolzgelaufen das halt so sukzessiver aufbaut?

00:45:45: Also ich finde total coole, coolen Gedanken und super dass ihr das macht!

00:45:49: Ich habe noch eine andere Frage weil das begegnet mir manchmal auch wenn ich sage Mensch hier erfolge feiern.

00:45:55: Ich krieg den schnell.

00:45:56: auch die Rückmeldung.

00:46:00: Wir haben ja unsere Ziele noch nicht ganz erreicht.

00:46:02: Also wir sind ja noch nicht da, wo wir hinwollen.

00:46:04: und wenn ich jetzt feiere die ganze Zeit, dann fehlt der Drive.

00:46:11: Was sagt denn die Psychologin dazu?

00:46:13: Und die Führungskraft, die langjährige?

00:46:20: erzählt, im Konzern läuft es immer so.

00:46:24: Zur Weihnachtsbauer werden die großartigen Ziele über den Klee gelobt.

00:46:30: was haben wir alles erreicht?

00:46:33: und wir haben die Umsatzziele getaubt und wir habe die Gewinnziele alle übertroffen.

00:46:38: aber nächstes Jahr führt für unsere Branche ganz besonders herausfordernd.

00:46:42: da müssen uns mal alle richtig antreiben.

00:46:45: Es war nicht eine schöne, plakative Darstellung wie man das schafft einerseits in Stolz zu kreieren und andererseits aber in eine besondere Zusatzmotivation und Push zu gehen.

00:46:58: Wir arbeiten tatsächlich auch mit diesen Zielen... mit Umsatzrelevanz zielen und jede Mitarbeiter weiß, was er beitragen kann.

00:47:09: Was sozusagen auch wirtschaftlich notwendig ist.

00:47:12: Und es gibt ein gutes Verständnis dafür dass jeder sich entwickeln kann wenn Überschüsse erwirtschaftet werden.

00:47:19: das ist nah am Partnermodell sozusagen.

00:47:22: dadurch ist es reicht, das glaube ich bei uns aus zu sagen.

00:47:28: Die Leute sind trotzdem weiterhin stark motiviert auch die weiteren Ziele zu erreichen und ich bemerke auch wenn einmal so eine Spirale existiert von oh haben wir viele Frustrationen dann sind die leute häufig ja paralysiert und dann sind sie gar nicht mehr effizient in ihrem Wirken Wie cool, was wir hier alle gemeinsam machen.

00:47:55: Dann hat man da einen ganz anderen Spirit.

00:47:56: Da geht man auch morgen wieder ran und sagt Fantastisch mal sehen was kostet die Welt?

00:48:01: Make every day count.

00:48:03: jetzt geht es noch weiter.

00:48:05: Also, da gibt es eigentlich keine Deckelung in unserem Bereich.

00:48:09: Sondern eher so, dass wir dadurch... Man unterscheidet der transformationale Führung und in der transformationalen gibst du eben Visionen und Motivation, Inspiration und individuelle Betrachtungen der einzelnen Schicksale auf.

00:48:25: von den Leuten interessiert sich für sie.

00:48:28: Du möchtest zusammen mit ihnen etwas erreichen?

00:48:30: Das führt eigentlich

00:48:31: zu

00:48:32: interessanteren Outputs aus meiner Erfahrung.

00:48:34: Und dann gibt es auch so Situationen, in denen du vielleicht bei dem einen oder anderen Mitarbeitenden grad gar nicht so weißt wie's ihm geht.

00:48:42: Da hab ich im letzten Jahr auch ein schönes Format übernommen Das nennen wir Walking-Meeting.

00:48:48: Wenn es tatsächlich das Meeting vom Inhalt her erlaubt dass wir nichts dokumentieren müssen Nichts am Rechner uns gegenseitig zeigen müssen Dann gehen wir noch rund spazieren und bei diesen Spazieren ist es auch ein schöner psychologischer Effekt.

00:49:02: wenn du läufst hast du nicht ganz so eine professionelle Distanz und Continence, wie wenn du dir gegenüber sitzt am Meeting-Touch.

00:49:11: Sondern du kommst auch mal ins Quatschen ja?

00:49:18: Und dadurch spüre ich bei Menschen die vielleicht sonst... Dinge, die sie gerade beschäftigen gar nicht rausgelassen hätten.

00:49:26: Weil Sie es jetzt vielleicht sogar für unprofessionell gehalten hätten, dass sie sich öffnen und das man mit dem Wissen dann gemeinsam auch individuelle Lösungen und Verständnis entwickeln kann.

00:49:35: Und im besten Fall ist ja eigentlich mein Ansatz quasi schauen was motiviert diese Person am allermeisten?

00:49:42: Wie kann man das herstellen, dass er super gerne herkommt und sich hier verwirklicht ein leidvoller Arbeitsplatz wirkt, sondern ganz im Gegenteil etwas wo man auch als Hobby hingehen würde.

00:49:56: Das ist natürlich dann die wohl Kunst einen solchen Job zu schaffen.

00:50:01: Das sind die Kühe und das stimme ich dir halt voll und ganz zu weil es ist ja relativ klar erwiesen unter Druck und Angst leistet der Mensch weniger und wenn Spaß macht, dann bin ich natürlich auch viel leistungsfähiger.

00:50:15: also das ist insofern schönes Ritual Anke, mit Blick auf die Zeit.

00:50:20: Wir nähern uns dem Ende und wir haben eine Abschlussfrage, die wir jedem Gast stellen, fieserweise geben wir die nie zur Vorbereitung, sagen überrumpeln unsere Gäste damit.

00:50:31: Sehr gern!

00:50:32: Und die Abschlussfrage lautet aus welchem Deiner Fehler können andere am meisten lernen?

00:50:41: Super Frage...

00:50:46: Also

00:50:47: Gemeinhin ist es so, dass ich immer wenn Fehler passiert sind daraus selbst am meisten gelernt habe oder auch aus Krisensituationen.

00:50:57: Wenn etwas richtig doll schiefgegangen ist kann man jetzt sagen okay da lag immer auch ein Fehler dabei.

00:51:02: warum auch immer?

00:51:03: Fehleinschätzungen fühlen das Wissen was auch immer so man hat dann Fehler gemacht weil ich auch der für liegen überzeugten bin dass man selbst das Schicksal in die Hand nimmt.

00:51:12: Und wenn etwas richtig durchschief gegangen ist, liegt es häufig auch an den Entscheidungen, die man getroffen

00:51:17: hat.".

00:51:17: Das heißt, das definiere ich jetzt mal als Fehler und aus diesen Phasen ging das größte Wachstum hervor.

00:51:24: Da musste man einfach... da stand man dann an der Wand und dachte so, jetzt brauche ich echt eine Lösung!

00:51:29: Und daraus ist auch der größte Drive entstanden.

00:51:32: also es gibt manchmal Unternehmenslebensphasen ja in diesen sechzehn Jahren wo man sagt eigentlich ist es gemütlich geworden Ja?

00:51:39: Es läuft Es ist etabliert, wir wissen genau wie wir es machen.

00:51:43: Da passiert nicht mehr viel und wenn große Fehler passieren grobe Fehler gerade vor drei Wochen ist einer hier passiert der wirklich kritisch kritische Auswirkungen haben könnte.

00:51:59: Und da bemerkte ich wieder das is tatsächlich dazu führt, dass man sich aus dieser Komfortzone raus bewegt und sagt jetzt müssen wir uns aber straffen.

00:52:11: Jetzt müssen wir kreative Wege finden!

00:52:13: Jetzt brauchen wir aber

00:52:14: Lösungen.".

00:52:14: Und das hat mich irgendwie schon wieder total erfreut weil es aus diesem typischen klassischen Routine-Umfeld hinausführt und ich dazu zwingend Kreativität walten zu lassen und wieder das Gefühl haben everyday counts Also, dass tatsächlich jeder Tag wichtig ist um Dinge zu erreichen.

00:52:40: Und insofern würde ich sagen alle Fehler die ich gemacht habe je größer sie waren, desto mehr haben Sie mich dazu motiviert neue Wege zu finden, die dann häufig auch die richtigen Waren um bestimmte Dinge komplett umzulenken ganz stark zu einem großen Wachstumssprung hinter mich zu bringen.

00:53:01: und Beispiel zwei ist eins dass wir mal in ein Einzelhandelsgeschäft investiert hatten, um dort die Innovationsforschung durchzuführen.

00:53:13: Und das war finanziell keine besonders kluge Entscheidung und so würden wir bei Einzelhandsgeschäften in Zukunft super vorsichtig sein.

00:53:23: aber was wir dort alles gelernt haben war bahnbrechend.

00:53:27: und was wir gerade machen ist dieses Modell diese Läden, wie wir sie entwickelt haben als Franchise ins Ausland zu verkaufen.

00:53:36: Das heißt auch aus dem wo man viel Lehrgeld gezahlt hat kann man ja neue Geschäftsmodelle schaffen in denen man sagt meine Rolle ist nicht diese sondern die andere und da kann ich das auch nochmal verwerten dass es glaube ich aus meinem allergrößten Fehler ein Learning

00:53:55: also dieser Aspekt noch mal so ganz lange zu suchen bis man wirklich das gute gefunden hat und das Land daraus machen kann.

00:54:02: Anke, es war ein Fest.

00:54:04: ganz herzlichen Dank, dass du bei uns gewesen bist.

00:54:07: Es hat mir sehr viel Freude gemacht.

00:54:09: also insofern vielen dank, dass Du einen Blicke aus Deinem Leben als Unternehmerinnen und dem Beefy-Institut geteilt hast.

00:54:16: Ich danke vielmals für die Einladung bei Euch!

00:54:19: Ja, sehr schön, dass Tu da warst.

00:54:21: Machen wir die nächste Jubiläumsausgabe wieder mit Dir.

00:54:23: Protokoll dabei!

00:54:26: Vielen Dank an alle.

00:54:29: Herzlichen Dank, dass ihr bis zum Ende bei uns geblieben seid.

00:54:32: Wenn euch die Folge gefallen hat hinterlasst uns gerne eine fünf-Sterne Bewertung und wenn ihr mehr zu uns wissen wollt schaut gern mal auf unseren Webseiten oder auf linkin vorbei.

00:54:42: Zanas findet ihr unter vonelsner-coaching.de Und mich findet Ihr unter führungssache.de.

00:54:50: Wir verlinken das auch in den Show notes.

00:54:54: Bis zum nächsten Mal.

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