#057 I MFU Spezial: In 100 Stunden startklar: Was wir von Interimsmanagern lernen können

Shownotes

Antje Lenk vermittelt seit über zwei Jahrzehnten Interim-Manager/innen in Unternehmen, die keine Zeit mehr zu verlieren haben. Im Gespräch erklärt sie, warum ihre Kandidat/innen ab dem ersten Tag liefern müssen, wie sie Fehlbesetzungen erkennt, bevor sie teuer werden, und was Konzerne von diesem sehr direkten, konsequenzorientierten Auswahlprozess lernen können.

Zentrale Themen:

  • Warum die klassische 100-Tage-Regel im Interim-Management nicht gilt und wie "100 Stunden bis zum ersten Erfolg" stattdessen funktionieren
  • Erwartungsmanagement zu Beginn eines Mandats: Die entscheidende, oft unterschätzte Frage "Wann bist du mit mir zufrieden?"
  • Was gute Interim-Manager/innen auszeichnet – und warum reine Berufserfahrung dabei überbewertet wird
  • Typische Fehlbesetzungen: mangelnde Schnittstellenkompetenz, Ego-Themen und fehlende psychologische Stabilität
  • Warum "Nein sagen können" eine unterschätzte Führungskompetenz ist
  • Referenzprüfung als unterschätztes, oft übersprungenes Qualitätskriterium im Recruiting
  • Wie Führungskräfte – nicht nur Interim-Manager/innen – ihre eigenen blinden Flecken schneller erkennen

- Verantwortung übernehmen, wenn etwas schiefläuft: Warum sich-Stellen zur Führungsaufgabe gehört

Zitat aus der Folge: "Wir schreiben quasi die Verpackungsbeilage zu den Managern." – Antje Lenk

Für wen diese Folge relevant ist: Führungskräfte und HR-Verantwortliche, die über Interim-Lösungen nachdenken, Unternehmer/innen in Veränderungsprozessen sowie alle, die ihren eigenen Auswahl- und Onboarding-Prozess schärfen wollen.

Transkript anzeigen

00:00:02: Herzlich

00:00:03: willkommen beim Podcast Menschen führen Unternehmen, euren Podcast rund

00:00:08: um die Unternehmens- und Führungswelt.

00:00:12: Wir sind eure Hosts Sanas und Claudia und freuen uns auf die nächste Folge mit euch!

00:00:23: Unserer heutigen Folge ist Antje Lenk zu Gast.

00:00:25: Antje ist seit über twenty fünf Jahren Geschäftsführende Gesellschafterin von BRIDGE eine Agentur zur Vermittlung von Interimmanagern.

00:00:33: Wir sprechen mit Antje darüber wie sich der Markt geändert hat und warum Interimmanagement vor allem eine Investition in die Zukunft ist.

00:00:42: Mit Anke sprechen wir daher auch darüber, wie es gelingt schnell ins Handeln zu kommen und Ergebnisse zu liefern – und natürlich auch, wie Fehlbesetzungen verlieben werden können!

00:00:51: Wir wünschen viel Spaß beim Zuhören!

00:00:54: Guten Morgen liebe Anche, du bist ja unser neuer Gast heute und wir dürfen heute zu dritt über das Thema ein bisschen Interimmanagement.

00:01:02: Aber nicht nur!

00:01:04: Wir hatten ja einen Vorgespräch, warum ich überhaupt auf dich gekommen bin.

00:01:08: Ich finde deine Post herrlich erfrischend Und häufig ganz anders als vieles was ich so oft liegend insehe.

00:01:16: Also ganz viele Expertise zum Thema Führung auch und Management

00:01:22: Und

00:01:22: deswegen freue ich mich heute, dich hier als Gast begedrusten zu dürfen und noch ein bisschen tiefer vielleicht in das Thema einzusteigen.

00:01:30: Magst du dich denn vielleicht selber auch nochmal einmal vorstellen?

00:01:33: Weil du bist viel mehr als diese Interim Managerin quasi die ich jetzt gerade kurz angekündigt habe aber genau gerne dich jetzt gerne vorstellen.

00:01:40: Vielen Dank für die Einladung!

00:01:42: Guten Morgen nach Berlin aus München.

00:01:44: an der Stelle Kurze, kompromierte Vorstellung von mir.

00:01:48: Ja was bin ich noch außer Interim?

00:01:50: Das ist eine spannende Frage weil das Interim Management mich eigentlich den weitesten Teil meines beruflichen Lebens begleitet seit über fünfundzwanzig Jahren.

00:01:59: Ich fange damit tatsächlich an weil es lässt sich nicht so ganz wegschieben dass das schon einer der sehr bestimmten Teile in meinem Leben ist.

00:02:07: Ich bin per Zufall in zu eins in die damals noch sehr junge In den Kinderschuhen befinde ich hier Porsche des Interim-Managements hineingestartet in Deutschland.

00:02:19: Ich bin seit Jahrzehnt neun mit der eigenen Firma selbstständig, bin auch wahnsinnig happy über all diese Schritte die mich hierhin gebracht haben weil das ist am Ende natürlich schon auch der Motivator und der Inspirator für alle diese Post, die ich schreibe.

00:02:37: Ich darf da mittendrin statt nur dabei sein wenn es um Führung gehts.

00:02:42: Ich bin natürlich mit Führungslücken konfrontiert und daraus kommt dann auch dieser ganze Input für das was sich da im Linken von mir gebe.

00:02:53: Nebenher aber auch durchaus bestimmt habe ich eine Familie.

00:02:58: Ich hab drei erwachsene Kinder, lebe in München, reise gern.

00:03:04: Das wässt diese Vermittlung auch ganz gut zu, weil wir ja quasi vor allem mit dem Hirn arbeiten und nicht mit Maschinen.

00:03:12: Ja sehr schön!

00:03:14: Vielleicht darf ich schon mal die erste Frage mitgeben?

00:03:16: Und danach werden wir ein bisschen im Ping-Pong mit der lieben Claudia quasi im Gespräch bleiben.

00:03:22: Die erste Frage, die ich mir eben so gestellt habe nachdem ich ja irgendwie mir paar Gedanken vorab gemacht habe war Was zeichnet denn eigentlich Führungskräfte aus, die nach Jahren in selben Unternehmen noch wach und lernfähig bleiben?

00:03:34: Ja.

00:03:34: Was unterscheidet sie denn von diesen reinen Verwaltern?

00:03:38: wenn man das nicht so sehr

00:03:40: spitz

00:03:41: quasi ausdrücken würde?

00:03:43: Seiner, ich bin dir sehr dankbar dass du das Begriffliche gleich am Anfang klärst weil für Management gibt es ja zwei Übersetzungen.

00:03:51: Das eine ist die reine Verwaltung oder das andere ist die Leadership.

00:03:55: Wenn wir vom Management sprechen, sprechen wir von Liedern.

00:03:59: Und ich glaube gerade bei langen Berufswegen in einem Unternehmen und da gibt es viele Gegenüber die ich sehe, die teilweise bis zu vierzig Jahren im selben Unternehmen tätig sind was sie auszeichnet ist ja das ist eine Energie Es ist eben nicht irgendwie dieses täglich grüßtes Mummeltier und irgendwie eine Routine, sondern es ist die Energie und die Freude daran, die Geschicke des Unternehmens mitbestimmen zu können.

00:04:30: Ist ganz spannend.

00:04:31: also wirklich kleine Anekdote am Rande wir haben viele Familienunternehmen als Auftraggeber und besonders dort erlebe ich das relativ häufig dass man sagt es eigentlich kaum zu glauben wie lange Menschen, ja wir alle haben letztlich irgendwie wechselhafte Karrieren und Berufswege weil wir auch Abwechslung und Inspiration von außen brauchen.

00:04:53: Wie lange es Menschen im Unternehmen aushalten.

00:04:56: aber sie sind total wach und kreativ dabei und voller Freude und das macht den Unterschied aus statt dieses Nine to Five und Dienst nach Vorschrift und eigentlich immer nur am Wochenende oder an den Urlaub denken

00:05:10: Wobei ich mir das ja auch ein Stück durchaus so erkläre, dass sich auf das Umfeld ändert.

00:05:14: Also ich meine, ich bin ja nicht vierzig Jahre lang... also gerade nicht vierzeig Jahre dabei bin, habe ich ja wahrscheinlich wahnsinnig viel unterschiedliche Sachen erlebt.

00:05:24: Ich mein jetzt irgendwie zwanzig Jahre im Berufsleben und wenn ich mir so angucke was sich in der Zeit schon alles verändert hat.

00:05:33: sich da nicht drüber Gedanken macht, dann reflektiert man das gar nicht so was sich alles geändert hat.

00:05:38: Aber es ist ja schon einiges passiert.

00:05:41: Total crazy wenn man überlegt wie man ich sage jetzt mal wie gemütlich und gerusam diese zweitausender Jahre waren?

00:05:49: Ja okay!

00:05:50: Da gab's dann irgendwie Lehmen

00:05:52: usw.,

00:05:52: aber das war ja niedlich immer gleich zu der Frequenz der Ereignisse die uns dann irgendwie ab.

00:06:02: Und das ist aber das Spannende und ich glaube, dass trennt so ein Stück weit auch die Spreu von Weizen.

00:06:06: Weil es ist ja kein Geheimnis, dass wir demografisch schon mit Management in Deutschland konfrontiert sind, die eher, ich sage jetzt mal im Alter von späten fünfzig Anfang sechzig sind.

00:06:18: und genau dort trennt sich die Wahrnehmung.

00:06:21: der eine Teil ist müde und sagt Ja, wie viel solcher Pendelausschläge soll ich eigentlich noch mitmachen?

00:06:28: Ich habe gar keine Lust und keine Kraft mehr.

00:06:30: Und ich warte eigentlich nur aufs nächste Abfindungsprogramm um dann irgendwie in die Frührente zu gehen.

00:06:35: So lange ich das noch kann und darf!

00:06:39: Der andere Teil... Das ist aber übrigens häufig schon auch ein Teil der sich warmläuft zum Thema Interimmanagement.

00:06:47: Er sagt, er will so sehr der Sache dienen.

00:06:50: Mir geht es so sehr darum Unternehmen im Vorwärtskommen substanziell operativ zu unterstützen, dass die genau aus diesen Ausschlägen, die viele ja nur als Krise und als Störung empfinden tatsächlich die Chance verwerten.

00:07:09: Da sind wir schon ein Stück beim Thema.

00:07:11: Also für mich ist dann auch die Frage wann würde ich dich denn eigentlich anrufen und sagen lieber Antje?

00:07:17: Ich brauche deine Unterstützung von dir oder deinem Team.

00:07:21: also was sind so typische Cases?

00:07:24: Also die typischen Cases sind, und das ist ganz witzig.

00:07:27: Weil in früheren Zeiten habe ich meinen Job so erklärt dass ich gesagt hab ich sehe klassischerweise immer den schlechteren Teil der deutschen Wirtschaft.

00:07:36: Das sind immer die Fälle wo was schief gegangen ist also klassische Sanierungsfälle Turn around extrem stagnierende Situationen wo alle irgendwie nur noch so fest gefahren miteinander sind.

00:07:49: Und heute erkläre ich es genau in Wehrs.

00:07:52: Ich würde heute behaupten, in der Mehrzahl der Fälle sehe ich den besseren Teil der deutschen Wirtschaft.

00:07:58: Also eher den Teil und sage ich weiß gar nicht wenn das... Wenn alle so wären wie der oder der Kunde dann hätten wir eigentlich gar keine Probleme weil da ist ein riesengroßes Wollen und einen riesengroser Zug zum Ziel dabei Und das ist dann natürlich auch in den Ausgangssituationen spürbar.

00:08:16: Da ist keine Bank als Fremdkapitalgeber, die schon mal sortiert, wer als CAO, als Sanierungsgeschäftsführer einsteigen könnte.

00:08:26: Sondern das sind im Zweifel mittlere Führungsebenen, ja, BU-Leitungen, HR-Leitung durchaus auch noch, die ihre Rolle verstanden haben Und die sagen, wir werden an der Stelle jemanden von außen brauchen.

00:08:43: Weil diese Person uns dabei helfen wird unsere Ziele schneller zu erreichen und ohne die Umwege zum Machen, die wir machen müssten in der Projektphase, in der wir uns befinden weil wir machen das gerade zum ersten Mal.

00:08:59: Wir wollen uns gerne diese umfänglichen Learnings ersparen.

00:09:05: Das ist natürlich unterlegt.

00:09:09: Immer komplexer werden in Ausgangssituationen, weil wir haben das Thema Agilität.

00:09:15: Jetzt ist es vielleicht irgendwo auch ein gewisses Modewort dass alles damit erklärt wird.

00:09:20: Aber anhand der äußeren Umstände haben wir ja tatsächlich keine Zeit zu verlieren, sodass bestimmte Entwicklungsstreams in einem großen Programm, im großen Projekt tatsächlich parallel laufen und dadurch irrsinnige komplexe Verschaltungen entstehen.

00:09:34: Wo man wahnsinnig aufpassen muss dass die Menschen, die diesen ganzen Change mitmachen müssen nicht verliert dabei.

00:09:40: Ich habe eine andere Frage noch mal dazu.

00:09:43: was ich irgendwie ganz spannend fand war Am Wochenende sprach ich mit einer Freundin, die ist CFO von einer sehr großen Telekommunikationsgeschäft.

00:09:53: Da ist sie aktuell im Mittel- und Südamerika für verantwortlich Und was Sie gerade machen, ist ein Modell quasi wo Sie dann erarbeiten in Strategiemetings Wo Sie die aktuelle Zeit mit den Roaring Twenties ein bisschen vergleichen fand ich auch sehr spannend, dass sie sagen eine große Depression kannte.

00:10:16: Nicht das sie zwangsläufig denken.

00:10:18: oh das wird schon so hundertprozentig passieren.

00:10:20: Glas Google haben wir alle nicht aber die könnten bevorstehen.

00:10:24: Die können was sie nicht sagen können nach diesen Modellen die sie fahren weil die haben sehr viel Daten Und das Unternehmen ist riesig groß weltweit.

00:10:31: Die können so ein paar Sachen vielleicht da sehen, dass schon.

00:10:35: gleichzeitig sind sie sich ja auch nicht sicher.

00:10:37: Ist es wirklich so?

00:10:38: Sind wir jetzt bei von zwanzig, sind wir siebenzwanzig?

00:10:42: Wo dann neunzwanzigt leider ja die große Depression eingetreten ist.

00:10:46: Was sind denn so deine Ansichten dazu nicht, dass du dieses Modell quasi bewertest.

00:10:50: aber ein Stück weit steckt ja auch so dieses Risikoeinschätzung einerseits als Unternehmer, gleichzeitig aber auch Chancen erkennen und nicht gleich sagen oh Gott wir sind ja sowieso kurz vor der Depression rette sich wer kann und rettet euren Cashflow.

00:11:09: Ja also ich meine das ist ja eine super Frage weil es ist ja ne tolle Diskussion zu sagen wo ordnet man sich eigentlich selbst ein?

00:11:18: Also wo würde man denn lieber leben?

00:11:21: Ich würde immer lieber jetzt leben als damals, weil wir haben ja den Vergleich zur Geschichte, den die dort damals so gar nicht hatten.

00:11:29: Wir haben ganz andere Möglichkeiten technologisch Datenseitig.

00:11:34: Ja, wir können diese Learnings, die ja irgendwo auch bleiben aus der Historie – wir können das alles verarbeiten!

00:11:42: Wir müssen aber ein Driver's Seat und ich glaube es ist das Großartige letztendlich in einer solchen Zeit, dass man sie gestalten kann?

00:11:51: Wir sind in Deutschland, wir müssen uns glaube ich ein Stück weit auch umprogrammieren im Hirn.

00:11:56: Dass wir wegkommen aus dem... Wir sind sehr sicherheitsorientiert.

00:12:01: Wir sind dazu verwöhnt ja also Ich habe das glaube ich auch schon mal gesagt, dass wer irgendwie in den Achtzigern und den Neunzigern irgendwie Exportweltmeister ist Ja wie viel Vorsorge trifft man denn, dass man das auch bleibt?

00:12:17: Also es steht ja gar nicht steht ja gar nicht im Programm drin, dass man vielleicht sich da auch noch mal drum sorgen sollte.

00:12:24: Weil man ist so oft es gewesen die Frage kommt gar nicht auf aber jetzt kommt sie auf und natürlich bringt das viele auch in negative Gedanken auch an diese eben alles ist verloren.

00:12:38: Und auf der anderen Seite sind wir Menschen wollen was gestalten wollen kreativ sein.

00:12:43: also ich glaube Das ist heuer eine zeit wo man alle Aspekte, auch im Sinne von Dinge sehen, analysieren neu zusammensetzen ausprobieren experimentieren durchaus viel einfacher machen kann als in den achtzigern und neunzigern.

00:13:01: Die ja irgendwie auch festgefahren waren an dem was wir taten.

00:13:06: also ich bin auf der positivseite.

00:13:07: ich glaube das hört man raus.

00:13:11: Ich habe mich gerade gefragt ob das nicht auch ein... Also du hast es eben schon ein Stück anspeziert.

00:13:16: aber ob das oder ja auch teilweise klassischerweise ein Berater reinhole, um eben die die Muster, die ich in meiner Firma habe.

00:13:30: Wie bewerte ich Sachverhalte?

00:13:32: Das ist geprägt von einer bestimmten Historie, Blickweiser Art der Zusammenarbeit und dass sich das gerade deswegen mit einem Interimmanagement durchbreche.

00:13:43: Und was mich jetzt nun

00:13:45: Frage

00:13:46: Wir hatten das neulich im Gespräch, ich glaube bis da mit Markus Herlin und der Sachte nachher als neue Führungskraftmanagement ist egal.

00:13:56: Ist es ja erstmal in einer Aufgabe anzukommen und zuzuhören?

00:14:01: Man spricht mittlerweile immer von dieser Hunderttage-Regel.

00:14:04: erst mal gar nichts in den Anführungsstrichen entscheiden sondern kommen und zuhören.

00:14:09: also ich bin sehr gerne Interim Manager wenn nicht hundert Tage erst einmal nur zuhören sollte.

00:14:15: Das wird aber vom Kunden gerade nicht erwartet, sondern der

00:14:19: erwartet ja eigentlich, ich sag mal Leistungen vom ersten Tag an.

00:14:24: Wie gelingt das?

00:14:26: Ich kenne das Unternehmen ja gar nicht!

00:14:28: Ja also super Frage weil... Die Kunden, die bei uns anrufen haben ja typischerweise keine Zeit zu verlieren.

00:14:36: Das geht so los, dass es heißt wann startet denn der Interim Elger oder die Intrim Elgerin?

00:14:41: Ja am liebsten gestern.

00:14:42: Warum haben sie den gestern nicht angerufen?

00:14:44: Es geht soweit das wir selbst wenn wir neue Kunden kennenlernen klassischerweise als Vermittler ausschließlich per Team sprechen weil die zeit überhaupt nicht da ist dann irgendwelche Reisepläne abzugleichen und irgendwo dort hinzukommen.

00:14:58: Es wird uns als Vermitter unterstellt, dass wir uns wahnsinnig genau per Kamera, per Bildschirm in die Situation unseres Gegenübers einfühlen können und dann die richtige Person zu empfehlen.

00:15:09: So jetzt geht genau die Besetzungsfrage los wer ist denn die richtige personen?

00:15:16: In meinen Augen steht der Mensch totale Mittelpunkt, also das sind für mich und deswegen ist unser Pool auch nur so groß wie er groß ist.

00:15:24: Wir suchen die Solitäre und diese Solitär haben nicht nur eine Fachlichkeit aufgrund ihres langjährigen beruflichen Werdegangs zu bieten und natürlich auch eine Erfolgsstatistik und entsprechende Referenzen, die das bestätigen, Irgendwas in den Genen, dass sie befähigt mit Menschen anders anzudocken als man ich sage es mal jetzt vielleicht ein bisschen abwertend das klassisch unterstellt dem typischen mittleren Manager.

00:15:55: So und das heißt da ist also das Zuhause ist rasend wichtig Und das ist ein schöner Auswahlprozess auch bei uns im Kennenlernen, dass man sagt naja wie führen wir denn die Kennenlerngespräche mit diesen neuen Kandidaten?

00:16:08: Ist dann zuhören da.

00:16:09: Es ist verarbeitet und es gehörten dabei entwickelt sich daraus ein Gespräch.

00:16:16: Entwickelt sich daraus nicht nur ein Gesprich sondern auch Inhalte wo man sagt wow ja also der kann richtig Inhalter aufnehmen und verarbeiten oder sie.

00:16:26: und jetzt geht's tatsächlich Beim Einstieg ins Unternehmen, beim neuen Auftraggeber nicht um die ersten hundert Tage.

00:16:32: Weil richtig?

00:16:33: Da hat ja kein Mensch drauf los das zu bezahlen.

00:16:36: Wofür?

00:16:39: Geht um Hundert Stunden!

00:16:41: Also es ist tatsächlich ein Übertrag der gern genommen wird weil man sagt die Uhr tickt ja rasend laut und da ist ja teilweise auch schon irgendwie Kind in den Brunnen gefallen.

00:16:51: oft sind Ausgangssituationen dann schon fortgeschritten müssen jetzt die Menschen irgendwie mitnehmen und nur einen Versuch zählt.

00:17:01: Das heißt, das hat was mit zuhören, dass hat etwas mit vielen Gesprächen zu tun also die große Mehrheit aller Kandidaten sagt wenn ich ins Mandat einsteige.

00:17:11: Ich versuche so viele wie mögliche Gespräche Interviews mit Stake Holdern zu führen vom Shop Floor Blue Color, White Color, mittleres Management durchaus auch Shareholder.

00:17:25: Also alles irgendwie so zu vereinen, dass ein Bild entsteht.

00:17:29: und dann geht es aber natürlich kraft vorangegangene Erfahrungen weil idealerweise hat die Person ja ähnliche Mandate schon bespielt.

00:17:37: also das ist unser Auswahlprozess, wir müssen so adaptionsfähig sein, dass wir wissen inhaltlich gab's ähnlichen Mandate damit gibt es eine Erfolgswahrscheinlichkeit, dass er diese Ausgangssituation gut bespielen kann.

00:17:53: Und jetzt geht es letztlich darum, das Gehörte in der Analyse so aufzusetzen.

00:17:57: Dass man sagt wo fange ich an?

00:17:59: Wo sind low hanging fruits?

00:18:01: Damit ich auf Basis erste Erfolge die ich irre schnell liefern muss Die Mannschaft hinter mich kriege weil sie sind skeptisch ja die sind es im Zweifel auch nicht gewöhnt.

00:18:12: Wir haben oft Auftraggeber die sehen das allererste mal überhaupt ein Interim Manager bei sich auf den Fluren.

00:18:19: also Das ist vorher für sich nie genutzt.

00:18:25: Und dann sind das meistens Intere-Mater, die sehr hoch einsteigen.

00:18:28: Also das ist meistens C minus eins Level und nicht irgendwo mal unten in der Fachabteilung so ein bisschen Unterstützung leisten.

00:18:39: Ja, sehr präsentte Positionen.

00:18:41: Im Zweifel auch präsente Positionen wo vorher jemand in Festanstellung ja saß und gescheitert ist im Zweifeln.

00:18:49: Und dementsprechend geht es in diesen ersten hundert Stunden wirklich darum möglichst schnell die Leute hinter sich zu versammeln.

00:18:55: und das schaffe ich nur durch Zuhören... ...durch Empathie was ich jetzt nicht als habe ich letzte Woche diese Woche glaube ich geschrieben als Mitleid empfinde sondern als eine Aufnahme der Situation und der Verarbeitung im Sinne der Ziele meines Auftraggebers.

00:19:14: Und das steht im Mittelpunkt, ich habe vorher ein Erwartungsmeagement betrieben mit meinem Auftrag Geber was im Prinzip heißt wann bist du nach beispielsweise Ablauf von sechs Monaten zufrieden?

00:19:27: Mit dem was Du mit mir als Dein Werkzeug erreicht hast?

00:19:33: Und deswegen ist Interim Management für mich auch eine Investition in die Zukunft und nicht die klassische Vakanzüberbrückung, wo sagt naja, die Position ist jetzt frei.

00:19:42: Da setzt man jemanden drauf und dann zahlen wir das halt durch.

00:19:46: Es ist für mich immer die möglichst mit hoher Rendite behaftete Wette auf die schnellere Erreichung der Zukunft.

00:19:57: Ich würde da gerade nochmal nachfassen, weil das was du gesagt hast, fand ich gar den ganz spannenden Aspekt.

00:20:03: Nämlich dieses Erwartungsmanagement.

00:20:07: und wann bist Du mit mir zufrieden?

00:20:09: Ja!

00:20:10: Also wenn ich jetzt mir jemandem teuer einkaufe dann mache ich mir hoffentlich Gedanken darüber.

00:20:16: aber wie oft erlebst du das?

00:20:18: dass deine Kundenmandate das tatsächlich gar nicht so präzise beschreiben können?

00:20:24: Weil meine These ist öfter als man denkt

00:20:27: Absolut!

00:20:28: Richtig.

00:20:29: Deswegen, also es muss ja letztlich auch einen Nutzen geben warum man Agenturen zur Vermittlung einschaltet.

00:20:37: Ja das ist ein Gedanke den ich mir per Gründung zwei neun gemacht habe.

00:20:41: wieso sollte es mein Unternehmen in zehn Jahren noch geben?

00:20:44: mittlerweile denke ich danach wie solltestes Unternehmen fünf Jahre noch geben?

00:20:48: Es braucht ernsthaften Mehrwert den ich durch meine Arbeit schaffen kann.

00:20:53: und das heißt auch dass wir jetzt Wie gesagt, wir machen pro Jahr hundertzwanzighundertfünfzig Mandate.

00:20:59: Jedweder denkbarer Konstellationen, Positionen, Branche-Regionen.

00:21:05: Wir schöpfen natürlich aus erheblich umfänglicher Erfahrung und was total spannend ist vor allem auch aus Fehlschlägen, Fehlbesetzungen ja wo es nicht gut gelaufen?

00:21:16: Und das sind letztlich die Moderationen, die wir leisten können in den Vorgesprächen aber auch in den Interviews mit den Kandidaten.

00:21:24: Wir sind dort immer mit dabei, zumindest in den Teams-Meetings also einfach um auch nochmal mehr ein Gefühl eine Einschätzung mehr zu kriegen und wir begleiten die Mandate auch letztlich per Start.

00:21:37: Und so wie du sagst Die Frage was ist dein Ziel?

00:21:43: Ich glaube nicht dass die In unserem Alltag egal ob privat oder beruflich Wie oft stellen wir uns dann die Frage tatsächlich in der Realität?

00:21:54: Was ist mein Ziel, warum mache ich das eigentlich?

00:21:56: und das kaskadiert sich auch nach oben.

00:21:59: Das ist auch Top-Level ein Problem.

00:22:02: Dass natürlich viele derartig im Tagesgeschäft in Tagesproblemen stecken, dass sie das große Ganze, also dieses Ich halte das Hamsterrad an, ich drehe da heraus, ich lege erstmal alle Probleme, Herausforderungen auf.

00:22:18: Tisch, versucht die mal zu sortieren.

00:22:20: Versucht daraus so ein Mosaikbild zu schaffen.

00:22:22: Daraus auch eine Reihenfolge und eine Struktur fällt vielen total schwer weil wie gesagt das sind dann diese Hamsterradläufer.

00:22:31: Und was ich in den Vorstellungsgesprächen oft erlebe ist beidseitig Einerseits wenig Vorstellung von Interim Management als Investitionsgut, das kann ich aber begleiten.

00:22:44: Ich rate Kunden zum Beispiel Abverträge von zwölf Monaten abzuschließen.

00:22:49: Das ist so eine lange Strecke da es viel zu wenig.

00:22:51: Kontrollmesspunkt dazwischen finde ich nicht gut.

00:22:56: auch ich werde ja an Referenzen abschließend gemessen und ich möchte gute Referenze erzielen.

00:23:02: Und auf der anderen Seite finde viele Kandidaten, die ihre bisherigen Erfahrungen nicht in Fragen verwerten.

00:23:12: Die auch letztlich zu diesem Zielbild führen können.

00:23:16: Das heißt ja so schön wer fragt der führt und diese Technik beherrschen viele nicht weil sich viele Auch als Interimskandidaten ausruhen auf einer lang fachlich basierten Karriere wo alles soweit schon geklappt hat.

00:23:35: Deswegen denke ich, wenn wir über Eigenschaften was Leadership ausmacht nachdenken gehört da unbedingt in die Rezeptur das Thema Reflexion mit hinein.

00:23:47: Diese Selbstreflexionen diese Zeit dafür drüber nachzudenken wie kann ich meine Ziele erreichen beziehungsweise was ist überhaupt mein Ziel?

00:23:59: Schöner Übergang!

00:24:02: würde gerne wissen wollen von dir vielleicht, weil viele Unternehmen wollen ja vielleicht auch nicht mehr Interim Manager und Interim Management finde ich persönlich eine tolle Idee.

00:24:10: Weil es irgendwie neuen frischen Wind ins Unternehmen bringt.

00:24:13: gleichzeitig gibt's ja auch Unternehmen die eventuell von eurer Vorgehensweise lernen können wie sie.

00:24:19: eben gute Manager wobei das Wort gut und schlecht finde ich immer ein bisschen problematisch aber zumindest passende Manager für ihr Unternehmen finden.

00:24:30: was

00:24:31: könnten Sie denn bei euch vielleicht von eurem sehr strukturierten, analytisch gut aufgesetzten Prozess wie ich raushöre?

00:24:38: Vielleicht lernen um das auf Ihr Unternehmen zu übertragen und die richtigen Leute zu finden.

00:24:43: Jetzt stelle ich es mir nicht an heim dass wir sozusagen die komplette Weisheit besitzen aber natürlich arbeiten mit unserem Prozess daran dass wir erfolgreich sind.

00:24:54: man muss dazu sagen Wir sind nicht wie Personalberater irgendwie per Retainer bezahlt sondern Unsere Vermittlung wird quasi mit dem Tagessatz bezahlt, wenn es denn zu einer Besetzung kommt.

00:25:07: Also wir müssen uns letztlich darauf fokussieren dass wir erfolgreich sind und das wir besetzen.

00:25:12: Das heißt auch der Weg extrem konsequent qualitätsorientiert begleitet sein muss.

00:25:19: aber ich würde tatsächlich sagen also das eine ist ganz klar Die Analyse, darüber haben wir gerade gesprochen.

00:25:27: Wenn ich kein Zielbild habe, dann kann ich die Rolle nicht definieren.

00:25:31: Dann kann ich auch die Eigenschaften nicht ableiten, die für die ideale Besetzung der Rolle brauche und dann genauso mal bei passend oder nicht passend.

00:25:41: Das andere ist aber Konsequenz.

00:25:44: Das ist menschlich ein ganz schwieriges Thema.

00:25:48: das kennen wir alle von uns Wie schwierig es teilweise ist, Konsequenz zu sein.

00:25:53: Es geht im privaten Bereich los und so wie man sich um Kind oder um Hund

00:25:59: bemüht

00:26:02: wird das auch einen beruflichen Alltag im Zweifel zeigen.

00:26:08: Das Wort Nein finde ich ein ganz wichtiges Wort.

00:26:11: also egal ob man es jetzt äußert oder ob man's nur für sich in der Positionierung nutzt mein Nein und davon weiche ich an der Stelle nicht ab.

00:26:21: Das ist total wichtig, das bedeutet zum Beispiel bei uns dass wir auf dem Weg des Kennenlerns von neuen Kandidaten sehr oft das Wort Nein verwenden weil wir sagen wie können die uns beim besten Willen nicht bei unseren Kunden vorstellen?

00:26:40: Wir sind ehrlicherweise dann natürlich auch so ein Stück weit der Türsteher der dafür sorgt dass nicht jeder in diesen Club hinein kommt wo der Kunde dann bitte selbstverständlich beste Qualität erwarten darf.

00:26:55: Und so und übrigens, ich finde es sind billigen Fehler aber der Fehler wird gemacht im Eifer des Geschäfts sind alle total begeistert.

00:27:04: das kennen wir auch.

00:27:05: wie lassen uns von Menschen von gegenüber gerne begeistern was vergessen am Ende Referenzen prüfen.

00:27:12: man sagt dass und zwar mündlich.

00:27:15: also ist uns allen klar mündliche Referenz, die Leitwährung ist und das wird dann aber oft ja da ist dann Stress.

00:27:24: Und dann hat jemand vielleicht auch noch alternative Angebote auf dem Tisch und dann kommen diese Begehrlichkeiten alles menschlicher Eigenschaften.

00:27:32: ich glaube dass man bei Entscheidungsprozessen tatsächlich denke ich oft die Emotionen im Ja die Emotion im Herzen ausschalten muss aber den Bauch eingeschaltet lassen muss und es hören ja sowieso.

00:27:51: Ich habe jetzt bei dir so ein bisschen rausgehört, dass ihr vor allem erfahrene Führungskräfte oder Manager sucht.

00:28:02: Und ich hab mich gerade so'n bisschen gefragt, weil du bist ja relativ jung dann in den Markt eingestiegen?

00:28:09: Ist das heute überhaupt noch möglich?

00:28:12: Aber ich finde auch die Frage ja schon spannend, wie schaffst Du es, baggante Stellen zu besetzen Und die auch möglichst erfolgreich zu besetzen, aber Fehlerquote können wir noch mal sprechen.

00:28:25: Während Unternehmen wiederum oft sich sehr schwer damit tun jetzt über alle Ebenen verteilt kompetentes Personal zu finden.

00:28:35: also wie wichtig ist Berufserfahrung?

00:28:38: Ist das alles?

00:28:40: gibt es noch andere Kriterien die du heranziehen würdest heute um zu entscheiden?

00:28:45: Also gute Fragetechnik und Verarbeitung hatten wir schon.

00:28:49: Aber was macht den guten Interimmanager, die Interims-Managerin aus?

00:28:55: Das ist super!

00:28:57: Weil ich glaube tatsächlich gar nicht an dieses Thema Einordnung quasi Jahren an Erfahrung.

00:29:06: Also daran glaube ich überhaupt nicht.

00:29:07: Ich glaube jeder Mensch hat ein Paket oder sie mitbringt es an Eigenschaften die ihn oder sie für etwas prädestinieren.

00:29:19: Jeder ist ideal für irgendwas, man muss noch rausfinden wo und das macht natürlich manchmal auch diese Lebenswege aus.

00:29:26: Und wenn ich jetzt zum Interim Management komme hat also sowohl in der Vermittlung – das ist ja jetzt mein Job – das Thema zuhören und es verarbeiten von schnell hingeworfenen Informationen, die teilweise wie so ein Flickenteppig sind.

00:29:44: Man bastelt sich irrsinnig diese Bilder zusammen.

00:29:47: Und natürlich muss man Lust drauf haben und Spaß darauf haben, dass man in der Regel eher zuhört als selber spricht und dann aber aufgefordert ist von seinem Kunden irgendwie das Ganze so komprimiert wiederzugeben und dann in einen Menschen zu übersetzen den man kennt, dass die Situation, die geschildert wurde tatsächlich bespielt ist im Interimsbereich.

00:30:10: Das ist total spannend.

00:30:11: also ich meine Da sind diese twenty-fünf Jahre Interim natürlich großartig, weil man auch merkt wie sich Demografie ändert.

00:30:21: Also zum Zeitpunkt meines Eintretens in dieser Branche waren Sechzigjährige wirklich alt.

00:30:27: also das muss zwar Anfang zweitausender Man hat es ihnen angesehen, man hat's gespürt.

00:30:34: Es gab dazu Verhaltensweisen die heute nie mehr Platz finden würden in erfolgreicher Leadership.

00:30:43: Die gingen damit los, dass die Tür in unserer Agentur – damals war ja noch alles persönlich, da gab es kaum irgendwelche Mittel um sich auf diese Art und Weise zu unterhalten – schlug die Tür weit auf und hat ein Ritt gewissermaßen so einen Alphatier in den Raum hinein.

00:31:02: die Tür schlug weit auf und da rief mir zu, wo ist ihr Chef?

00:31:05: Ich muss mit ihrem Chef reden.

00:31:07: Wir machen das Interview!

00:31:11: Das waren immer lustige Begegnungen.

00:31:16: Spannenderweise muss man aber dazusagen dass die damaligen... Die damalige Breite der Kandidaten alle ihre erste Führungsverantwortung innehatten, bevor sie dreißig waren.

00:31:30: Das muss man sich heute... kann man sich das kaum noch vorstellen wenn man überlegt wie viel Zeit man jungen Menschen dafür gibt Verantwortung zu übernehmen?

00:31:40: Wie oft hört man von jemanden der um die Dreißig ist.

00:31:45: ich bin doch noch so jung.

00:31:47: Und dann kommt aber meist so eine Rechtfertigung, warum man etwas noch nicht kann oder noch nicht traut sich zu übernehmen.

00:31:53: Absurd!

00:31:56: Wir sind alle ab Anfang zwanzig durchaus bereit Verantwortung zu über nehmen nur es wird oft nicht zugelassen oder nicht gewährt.

00:32:07: und auf der anderen Seite ist die schöne Geschichte von der Gründung von Britsch meiner Firma.

00:32:13: Die ersten beiden Manager, die ich vermittelt haben war ein Mann und eine Frau.

00:32:17: Er war zweiunddreißig damals sie war siebenunddreißig.

00:32:22: So und das ist im Prinzip Das Credo dass man sagt wir schauen überhaupt nicht aufs Alter Wir schauen aber sehr oft die Persönlichkeiten.

00:32:32: Da gibt's immer wieder Ausnahmen von denen man total fasziniert ist weil man sagt wie bitte der ist jetzt gerade neunundzwanzig es gibt doch gar nichts Personen sich positioniert, mit welcher Weisheit, mit welche Klugheit die Ausgangssituation aufnehmen können.

00:32:51: Auf der anderen Seite ist das Groh der Intremagier und Intrimagierinnen ab fünfzig aufwärts weil das klassischerweise dann die Lebenszeit ist wo man sagt Das Haus ist abgezahlt Die Kinder sind aus dem Haus.

00:33:06: Ich komme jetzt in eine andere Form von Freiheit und Unabhängigkeit Und es ist mir auch gewährt mehr von zu Hause wegzusehen, weil am Ende des Tages funktioniert intere Matchmen auch nur vor Ort und persönlich.

00:33:17: Und nicht irgendwie vom Bildschirm aus.

00:33:20: Finde ich ganz spannend!

00:33:21: Gleichzeitig finde ich es ja auch schön wenn es vielleicht Aspekte gibt bei der Interim Manager geht ja rein in die Unternehmen wie du schon sagst also eher lieber nicht zwölf Monate sondern vielleicht eher sechs Monate.

00:33:32: Und wenn es dann eine Verlängerung braucht, verlängert man vielleicht auch unter Umständen.

00:33:37: Aber das soll ja jetzt irgendwie ein Dauerjob werden sondern eher sehr vorübergehend.

00:33:42: und man geht rein und man kniet sich rein und observiert und erkennt hoffentlich und bringt das ganze Ding hoffentlich zum Erfolg.

00:33:51: aber wie können den Führungskräfte sicherstellen?

00:33:57: Allgemein und zwar nicht nur Interim-Manager, die wissen.

00:34:00: Die sind nur eine kurze Zeit.

00:34:01: Die haben gar nicht so viel Zeit sich zu erlauben, blinde Flecken zu erkennen.

00:34:08: Was gibt es da für vielleicht Sachen wo ich drauf gucken darf?

00:34:12: Damit ich meine blinden Flecken schnell

00:34:14: erkenne.

00:34:16: Das ist das Aufteil einer... der Vorstellungs-Situation mit dem Kunden, mit dem potenziellen Auftraggeber.

00:34:24: Weil neben dem Entree per quasi zuhören Dinge aufnehmen entsteht einerseits ein Bild und das andere Bild ist natürlich Zahlen, Datenfakten, Transparenz schaffen.

00:34:35: Transparent ist ein wahnsinnig wichtiges Wort.

00:34:39: um das zu realisieren hilft natürlich einerseits durch Vertrauen zu den Stake Holdern, ja?

00:34:46: Die auf Mitarbeiter-Ebene, Auf Führungsebene, auf Gesellschafteebene sitzen.

00:34:53: Dann dasischerweise erschließt man sich das Umfeld so stark dass man sagt Man hat eine hohe Wahrscheinlichkeit sich dadurch blinde Flecken auszuschließen und das andere ist eine Verprobung Dass man sagt dafür sind Zahlen da einen Fakten.

00:35:08: dazu ist diese Zeit finde ich auch ne sehr glückliche um möglichst schnell zu Bildern zu kommen.

00:35:15: Jetzt können wir sagen, wie weit ist die Digitalisierung in Unternehmen vorangeschritten?

00:35:20: Was ist oft sehr Teil des Problems?

00:35:23: ja in der Regel also dass das digitale Strukturen so schlecht vorhanden sind, dass die Zahlen auch sehr schwer zu ziehen sind.

00:35:32: Aber mit den heutigen Mitteln ist es möglich.

00:35:34: Ja weil Die Person sitzt an der Quelle.

00:35:40: Die hat den Zugang sie muss fragen Genau, und dann ins Tun kommen.

00:35:46: Und übrigens auch durch dieses Intun kommen... ...durch die Umsetzung und auch durchaus mal an die Grenzen dann stoßen merkt man schon wo blinde Flecken sind.

00:35:57: Da braucht man ein Gefühl das einem Richtung gibt.

00:36:02: und auf der anderen Seite aber sind wir wieder bei der Energie dass man sagt unermüdlich weiter ich diene der Sache Ich möchte erfolgreich sein Ich möchte das nachhaltig aufstellen, ja im Übrigen auch.

00:36:15: Also Mandate werden sehr oft verlängert.

00:36:18: also wir haben die durchschnittliche Laufzeit unserer Mandate sind eher ein Ja plus was man oft auch braucht weil Situationen sich ja nicht von heute auf morgen präsent schnell ändern lassen.

00:36:30: und oft gibt es dann noch Verwendung für die Interim-Major an weiteren Stellen wo ich sage jetzt hat er das gemacht jetzt bitte kann er das dort noch adaptieren.

00:36:40: Aber das andere ist natürlich eher, oder sie kommt umzugehen.

00:36:44: Und ich glaube auch dieses Nachhaltigaufstellen damit nicht wieder blinde Flecken entstehen hat auch damit zu tun wie baue ich die Strukturen intern so auf dass sich Schultern habe die das ganze Konstrukt aus der Festanstaltung heraus tragen und das dann auch so übernehmen können?

00:37:02: mein Feld wenn ich selber wieder rausgegangen bin.

00:37:05: Ich war neulich bei einem Seminar bei Klaus Eidensching und ihr kennt es auch im Organisationsberater.

00:37:13: Und der Sachte erstellt gerne die Frage, was wird bei euch gar nicht mehr probiert?

00:37:19: Weil man halt weiß das ist sozusagen also wir haben schon zehnmal vorgeschlagen X anders zu machen und das weiß man, das klappt eh nicht mehr.

00:37:30: Fand ich auch eine ganz kluge Frage tatsächlich, um nochmal nachzubohren.

00:37:36: Was sind denn möglicherweise eure blinden Flecken?

00:37:38: Warum ist das für euch keine Option?

00:37:42: Fand ich ganz schön.

00:37:44: Die ist cool!

00:37:45: Also die habe ich so auch noch nie gehört ehrlich gesagt.

00:37:48: Ich kenne das aus einem systemischen Setting wenn man... also dass man das quasi klaut und macht ja auch gerade eine Ausbildung aber ich bin ja systemischer Coach als man versucht quasi eine genannte Irritationssystem zu bringen.

00:38:01: Also Fragen zu stellen auf wo keiner sofort drauf kommt, das ist auch so eine typische Frage die jeder ungefähr stellt.

00:38:10: Und der ist sehr klug von Klaus dass er das so stellt weil dann damit können ja die Leute nicht mit diesen zero nach fünfzehn was sie wahrscheinlich immer anschauen um

00:38:19: die Ecke.

00:38:20: Also was ich mich auch frage so ein Stück isst ob es sich wenn ich sagen leichter ist als Interimmanager Aber ob es nicht zumindest begünstigend ist, weil ich ja genau mit dieser Rolle reinkomme.

00:38:35: Ich soll was anderes machen.

00:38:38: Also man sagt ja auch oft dass gerade Berater rein geholt werden damit man ihnen den schwarzen Peter zuschieben kann so So und frage mich auch, ob das beim Interimmanagement halt vielleicht ein bisschen anderen Fokus, weil wir hier keinen Schwarzen Peter haben.

00:38:53: Sondern ich will ja das Unternehmen voranbringen aber Ob das nicht auch eine Dynamik ist die im Vergleich zu anderen Wenn ich jetzt als normale Führungskraft reinkomme dann muss sich viel mehr Rücksicht drauf nehmen.

00:39:05: Wenig Stoßigen von Kopf.

00:39:07: Was sind denn hier?

00:39:07: Wer spricht mit wem?

00:39:09: Wer sind die Meinungsführer?

00:39:10: Und natürlich muss ich auch als Interim-Managerin mir darüber Gedanken machen.

00:39:14: Aber letzten Endes bin ich ja nicht darauf angewiesen, dass diese Allianz hier anderthalb drei fünf acht Jahre trägt.

00:39:21: Sondern meiner Ziel ist ja, ich erreiche mein Ergebnis in einem halben Jahr und bin dann raus ob das nicht auch ein Stück eine Anführung strichen.

00:39:29: also einerseits ist es schwerer weil ich werde gemessen auf der anderen Seite macht's auch leichter Weil wenn ich jemanden von Kopfstoße in Anführungsstrichen so war.

00:39:43: Wenn ich für die Rolle prädestiniert bin Da wird jeder sagen, super Umfeld.

00:39:51: Gott sei Dank bin ich raus aus der Festanstellung.

00:39:53: Aus diesen ganzen strukturellen Verhaftungen und Hierarchien und Politik und was auch immer.

00:40:02: Und ehrlicherweise als Berater würde ich auch niemals unterwegs sein wollen weil eben am Ende weiß ich doch genau man kauft mein Label ein dass man nochmal so einen TÜV-Prüfstempel hat Berger oder Boston, oder wen auch immer gekauft und die wissen schon wie es geht.

00:40:19: Aber als Einzelner kann ich mir da also wenn mir das wichtig ist nicht die Sporen verdienen, die ich gerne mir verdienen möchte.

00:40:31: in dem Sinne Ich war's!

00:40:32: Ich hab's hingestellt aber ich muss der Typ dafür sein Und das geht im Prinzip damit los dass der Erfolg den ich letztendlich ... generiere am Ende natürlich der Erfolg des Teams ist.

00:40:46: Denn würde ich einen Misserfolg generieren, das ist meiner.

00:40:49: Dann ist es meine negative Referenz.

00:40:51: Das ist das Risiko auf dem ich reite und was viele erkennen.

00:40:55: also wir haben... kann man sich vorstellen.

00:40:58: Wir haben momentan einen sehr, sehr großen Bewerbungszulauf von noch nicht intere Mädchen die sich vorstellen können Intere Mädche zu werden.

00:41:06: Jetzt haben wir da eh eine harte Tür weil wir sagen wir nehmen gar niemanden auf der nicht schon Referenzen aus der selbständigen Tätigkeit mitbringen kann aus den letzten fünf Jahren.

00:41:19: Aber viele sag ich jetzt auch mal verkennen wie wie unterschiedlich Führung in der Festanstaltung versus Führungen aus Ad interim ist.

00:41:31: Ich werde da nicht ins Organikram eingebunden, ich habe keine Visitenkarte im Sinne Oberschläge unter, sondern nur mich um eine Überzeugungskraft.

00:41:40: Und parallel weiß ich aber auch ganz genau, dass ich ein Dienstleister bin.

00:41:45: Das heißt, Ich bin Werkzeug meines Kunden.

00:41:47: Auch das muss ich ertragen!

00:41:49: Ich brauche also eine Flexibilität meiner selbst.

00:41:53: Ich kann nicht immer nach Nullachtfünfzehn reingehen und das Gleiche machen wie ich es vorher schon gemacht habe.

00:41:58: Ich muss mich anpassen... ...an die Umstände im Unternehmen, ja?

00:42:03: An die Menschen am Unternehmen, an die Ausgangssituation durchaus auch ... Mentalität, Regionen.

00:42:10: Es gibt große Unterschiede ja?

00:42:12: Bin ich am Land oder bin in der Stadt?

00:42:14: Sensationelle Unterschiede!

00:42:17: Kann ich das spielen?

00:42:18: und das ist das was wir als Vermittler uns natürlich sehr genau anschauen... Wir versuchen quasi die Bandbreite des Managers der Managerin zu erkennen nicht nur die fachliche sondern vor allem die persönliche.

00:42:31: für welche Situation ist die Person Ideal und wo passt überhaupt nicht rein, wo ist ihr Limit?

00:42:38: So, da gibt es natürlich... Da suchen wir primär danach.

00:42:42: Da gibt's Menschen die haben eine irrsinnig große Bandbreite, da gibts andere, die haben ne sehr geringe.

00:42:48: Wo man sagt, die kannst du nur auf Eskalationen setzen für bestimmte Ausgangssituationen weil sie das einfach auch quasi Personen bespielen aber die Person kann keine anderen Situationen bespilen als dass.

00:43:01: Wir schreiben quasi die Verpackungsbeinlage zu den Managern auch durch die Referenzen fremde, eigene aus eigener Zusammenarbeit.

00:43:10: Und auch hier ist es rasant wichtig dass jeder eine eigene Einschätzung hat zu sich selbst die möglichst nahe an der Realität also auch nah in der Fremdreflexion ist weil da gibt's ja Leute die sagen ich kann alles also gib mir alles.

00:43:23: ich kann das nicht kannst du nicht?

00:43:26: Müsst jetzt auch nicht, wieso ein CFO gleichzeitig der beste Vertriebsmensch im Haus sein soll.

00:43:33: Warum?

00:43:36: Es geht... Im Prinzip ist es eine super Bild.

00:43:39: die Übertragung stelle ich euch einen Drehbuch vor und die Rollen die besetzt werden sollen.

00:43:46: Und die Frage an die Schauspielagenten Wer trägt die Rolle am besten?

00:43:54: Wo leisten wir uns ein Experiment?

00:43:57: Und wo wollen wir aber Sicherheit?

00:43:58: einfach, weil das an der Kinokasse bitte schön auch zu funktionieren hat.

00:44:02: Weil dieser Film verdammt teuer ist!

00:44:04: Das sind wahnsinnige Parallelen finde ich.

00:44:07: Die Verantwortung die man diesen interim Mann in die Hand gibt es ist Herr Müller Frau Meier unbekannt kein Label.

00:44:13: Ich kann mich da auch nicht rausreden als Auftraggeber, weil ich habe ja nun geglaubt dass diese Person das kann.

00:44:20: Das sind ja meistens Millionenverantwortung Da darf nix schiefgehen.

00:44:25: Und umso mehr ist die Frage, wer trägt die Rolle?

00:44:32: Deswegen ist es für mich auch am Anfang in dem Briefing mit Kunden wahnsinnig wichtig sich quasi die gesamte Spielsituation zu erschließen und sich klar darüber zu werden was da alles aufm Schachbrett steht und wer und warum damit ich dann in meiner Übersetzung in meinem Memory, was ich dann letztlich spiele.

00:44:56: Was haben andere woanders schon ähnlich erlebt die richtige Person empfehlen kann?

00:45:02: Ich hätte eine vorletzte Frage und ich weiß nicht ob danach zwei Fragen kommen oder...

00:45:06: Bin ich auch gespielt

00:45:07: bei Ihnen anbetracht der Zeit!

00:45:11: Die vorletzte Frage von mir ist quasi weil du das auch mit den Fehlerquoten ne dass ihr euch das eigentlich erlauben kommt.

00:45:18: nun sind wir aber trotzdem menschlich und wir wissen Fehler passieren.

00:45:21: dennoch Ich will jetzt gar nicht so eure Fehlerquote wissen, quasi wie häufig das passiert oder wie auch immer.

00:45:26: Aber was sind denn so?

00:45:27: vielleicht ein paar typische Fehler die passieren können?

00:45:30: Cool!

00:45:30: Also ich freue mich dass du die Frage noch stellst weil ich wollte eigentlich noch dahin leiten und wäre traurig gewesen wenn wir darüber nicht gesprochen hätten.

00:45:37: Weil ich übrigens auch glaube das Thema Fehlerkultur und Learnings eine Anwendung ist.

00:45:44: die wird dringend unseren also schon in der Schule unsere Kindern mit auf den Weg geben sollten.

00:45:50: dann wäre vieles so viel einfacher im Sinne von Entwicklungen nach vorne gehen.

00:45:55: Und natürlich stecken in den twenty-fünf Jahren teilweise wirklich, also ich würde tatsächlich sagen grauenhafte Erfahrungen drin, wo man sagt das macht die Fehlbesetzung.

00:46:08: Meiner des Eines ist mir will es gar nicht rechtfertigen.

00:46:11: Natürlich sind's Menschen und ich habe mich oft mal wieder gefunden warum zu... um Himmels Willen waren verkaufst du keine Maschinen, die können auch ausfallen.

00:46:21: Aber es gibt dann nicht diese menschlichen Untiefen wie sie ja auch geben kann.

00:46:25: also das Thema ist jemandem psychologisch stabil.

00:46:31: was heißt es wenn die Person es nicht ist?

00:46:33: Was heißt es für den Kunden?

00:46:35: Was heisst es für dem Vermittler?

00:46:37: da gibt's Fälle woher seid ihr?

00:46:38: die sind dann heftig.

00:46:39: deswegen ist auch finde ich dieser Auswahlprozess und diese Referenzprüfung so irre wichtig, um das zu verhindern.

00:46:46: Aber man muss es erst einmal erlebt haben, um zu sagen, dass mache ich nie wieder auf diese Art und Weise.

00:46:53: Du hast Situationen wo du... Das ist ein Thema.

00:46:59: angesichts komplexerer Herausforderungen müssen die Menschen auch verschiedenen Ebenen spielen können.

00:47:06: Ich sage es mal wirklich althergebrachte Kandidaten, die in früheren Jahren – was weiß ich?

00:47:13: – zu fünf bis vor fünfzehn erfolgreich waren sind's heute oft nicht mehr.

00:47:18: Weil sie sehr linear in ihrem Turv und ihren Bereich unterwegs waren und die Interaktion mit anderen Bereichen Schnittstellen nicht in dem Maße hatten wie es heute erforderlich ist.

00:47:31: Das heißt... Blöds gesagt, ich habe ja auch immer gesagt.

00:47:34: Ich rede tacheles weil das das Schöne an meinem Job.

00:47:37: Ich darf Tacheles reden war alles ihre Erfolgs- und Leistungsbezogen ist.

00:47:41: Das sind dann im Zweifel tatsächlich zu kleine Lichter Ja die das große ganze nicht sehen und die dann aus einer relativ kleinen Subjektiven Ecke Die Dinge nicht lösen können ja und es zeigt sich über eine sehr manchmal einfältige Kommunikation.

00:48:02: Das ist übrigens dann auch nicht mehr der Grund, warum jemand an Tagessatz ... Ich meine die kosten ja Geld, die Leute, die sind im ... Die Tagessätze gegen klassischer Weise bei ... ... dreizehn-fünfzehnhundert Euro los und enden im Zweifel bei dreitausend.

00:48:17: Und gerade in dem kleineren Bereich ist das aber auch ein ... ... tausend.

00:48:20: fünfhundert Euro mal zwanzig macht ne?

00:48:22: Dreißigtausend Euro Rechnung da darf ich auch intellektuell was erwarten.

00:48:26: Also wir haben oft dieses Thema, dass man sagt der intellektuelle Background passt nicht mehr zu den heutigen Anforderungen.

00:48:34: Ich muss mit viel mehr Schnittstellen parieren und spielen können und da fallen einige raus.

00:48:42: Wir haben natürlich das Ego-Thema.

00:48:44: Und zwar männlich wie weiblich.

00:48:46: also ich gender ja nicht weil wir in einer Branche unterwegs sind total männlich bestimmt ist.

00:48:54: Und meine Meinung dazu, dass haben wir Frauen uns auch ehrlicherweise selber zuzuschreiben weil wer will denn schon auf solchen erklärtanten Führungssituationen unterwegs sein weit weg von der Familie?

00:49:05: Also da gibt es ganz wenig Frauen die das wollen und können.

00:49:11: Das Ego spielt oft da große Streiche.

00:49:14: also das männliche Ego sowieso, das ist ja dann so ein Macht- und nicht mehr Zuhörnthema Und das weibliche ist ein Nervositätsthema.

00:49:24: Das ist dann nicht mehr in der Lage, die Schwingungen aufzunehmen weil man oft zu erzogen ist dass man immer es allen recht macht und sich leider so etwas auf eine kleine Art und Weise einordnet wo wir sagen wir brauchen aber jetzt jemanden Großes der im Sturm stehen kann.

00:49:48: Und ich sage jetzt mal mein letzter Ausfall, also das gibt's auch.

00:49:54: Der ist ganz kurze Zeit her, der ist zwei Wochen her, das rassistischer Vorfall, den nicht erklärt werden konnte.

00:50:01: Ja?

00:50:02: Also gibt es und wo man sagt... Das war für mich das Learning draus.

00:50:11: Man hätte das aufklären und erklären können klären können auch mit den Betroffenen.

00:50:18: Aber wenn jemand nicht Manager ist, ja?

00:50:20: Nicht auf dieser Ebene auch eine Größe hat und dann auch sagt okay blöd gelaufen ich setze mich jetzt wirklich sofort im Drivers seat Ich spreche mit den Leuten das ist meine Arbeit.

00:50:31: Wenn ich das nicht tue sondern dann Kleinen davonziehe Dann habe ich bewiesen dass ich keine gute Führungskraft bin.

00:50:39: Ja, Verantwortung bedeutet dann eben auch sich zu eigenen Fehlern zu stellen und zu sagen.

00:50:46: Jawoll ist passiert aus welchen Gründen oder auch eben keinen Gründen.

00:50:56: Kennst du den Fall gar nicht?

00:50:57: Ist irgendwas nicht kommentieren.

00:50:59: aber Verantwortung übernehmen heißt eben auch zu sagen ich habe was falsch gemacht und ich stehe auch dazu und ich stelle mich auch dem Gespräch dazu.

00:51:09: Aber das, wie gesagt am Ende Ego und Mensch.

00:51:13: Und das sind ja letztendlich Muster die wir auch im täglichen Leben auf der großen Leinwand permanent sehen und kennen.

00:51:22: Und vor allem finde ich... Das ist ja das Spannende also jetzt auch in den Berufen an denen wir jeweils unterwegs sind für sich selbst wirklich verinnerlichen.

00:51:33: Also ich versuche es weiß nicht ob's mir immer gelingt Ich möchte einfach bestimmte Fehler, die ich sehe.

00:51:39: Ich möchte sie nicht machen.

00:51:41: Wie will sie nicht?

00:51:43: Also das ist ja eigentlich das Schöne, dass man für sich selbst dann auch wieder so viel Rückkopplung und Inspiration hat... ...dass man da lernen kann und damit größer wird also im Sinne, im Geist größer.

00:52:00: Sehr schön!

00:52:00: Ich mag den Satz nicht jeden Fehler muss man selber gemacht haben.

00:52:05: Liebe Claudia, ich spiele nochmal den Wald zu dir zurück.

00:52:08: Wir haben ja immer diese Schlussfrage, aber vielleicht hast du auch noch eine andere Frage und dann würde ich es quasi auch so langsam schließen wollen?

00:52:15: Nein, du hast mir dem Boden schon perfekt bereitet, Sanas!

00:52:18: Wir haben nämlich eine Abschlussfrage an Tia die wir allen unseren Gästen gerne stellen und zwar ist das die Frage was der Fehler, den Du gemacht hast von dem anderen Lernen können und ihn nicht selber hinein tappen sollten.

00:52:36: Kurze Bedenkzeit, weil man muss jetzt zwischen mehreren Fehlern entscheiden vor eins zwei oder drei.

00:52:46: Also was ich ganz spannend finde, ich baue ja nun eine eigene Firma seit siebzehn Jahren auf also auch krass wie Zeit vergehen kann aber daran sieht man es irgendwie.

00:52:59: Das ist was, was ich rate.

00:53:01: Weil es auch tatsächlich etwas mit Management und Mitführung zu tun hat sich selber darüber klar zu werden, was man will wo die Stärken liegen und wo man anderen besser den Raum lässt.

00:53:12: Und tatsächlich ist meine Entscheidung und den Fehler habe ich lang genug gemacht Ich hab im Prinzip versucht die Innenwelt wie auch die Außenwelt zu bespielen.

00:53:22: Da kannst du nur glänzend dran scheitern weil Du wirst nichts gerecht natürlich dann auch beruflich in einer Immensität eingebunden, dass du dich oft auch fragst wo bleibt eigentlich ich?

00:53:34: Also die Familie bliebt dann schon noch irgendwo.

00:53:36: aber wo bleibt man eigentlich selbst?

00:53:39: und ich glaube sich einzugestehen das erfolgreiches Management nicht dadurch erklärt ist, dass man alles selber macht.

00:53:50: Und für alles in allem selbst der oder die Beste es Und das ist natürlich so ein gewisses Kreuz, wenn man selber viel kann und letztlich auch Skills hat die irgendwie relativ breit sortiert sind.

00:54:06: Und trotzdem darf man sich immer noch fragen was will eigentlich dein Herz?

00:54:09: Und dann musst du's Herz auch mal sprechen!

00:54:11: Und ich glaube dass... Das rate ich wirklich weil natürlich haben wir auch Ausgangssituationen, die dadurch entstanden sind.

00:54:20: Wenn man sagt da ist jemand krank geworden ja der hat es ging nicht mehr und soweit soll es ja nicht kommen.

00:54:26: Vorher wäre es ja vor allem schön, das Leben in dem man sich befindet mit dem richtigen Sinn zu versehen.

00:54:33: Ich gehe jeden Tag gern dahin wo ich arbeite und ich geh übrigens auch jeden Tag gerne nach Hause.

00:54:39: Und ich freue mich am Leben!

00:54:41: Das ist total wichtig.

00:54:44: Sehr schöner Abschluss.

00:54:45: Das sollten wir uns alle ins Tagebuch schreiben

00:54:50: und auf den Spiegel

00:54:52: machen.

00:54:53: Genau.

00:54:58: Liebe Antje, vielen herzlichen Dank, dass du unsere Einladung gefolgt bist und da warst wir... Wir haben uns so sehr, sehr gefreut.

00:55:05: also ich fand es irgendwie auch heute wieder inspirieren und habe auch einiges wieder mitgenommen und hab wieder einen neuen Blick in einem Bereich bekommen den ich ja so nur häufig von Hörnsagen kenne und nicht so tief drin stecke.

00:55:18: Und dann danke auch fürs Zuhören.

00:55:21: und bis zum nächsten Mal!

00:55:23: Vielen Dank

00:55:24: Vielen Dank an euch beide.

00:55:26: Hat wirklich viel Spaß gemacht, war sehr inspirierend!

00:55:28: Also ich nehme auch einiges mit.

00:55:30: Danke lieber, hat Spaß gemacht.

00:55:33: Herzlichen Dank dass ihr bis zum Ende bei uns geblieben seid.

00:55:36: wenn euch die Folge gefallen

00:55:38: hat

00:55:38: hinterlasst uns gerne eine fünf Sterne Bewertung und wenn ihr mehr zu uns wissen wollt schaut gern mal auf unseren Webseiten oder auf link in vorbei.

00:55:46: Zanas findet ihr unter von Elzna-Coaching.de Und mich findet Ihr Unter Führungssache.de.

00:55:54: Wir verlinken das auch in den Schonungs.

00:55:58: Bis zum nächsten Mal!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.