#060 I Begeisterung vs. Zufriedenheit: Was Führungskräfte wirklich beeinflussen können

Shownotes

Muss man für gute Arbeit begeistert sein, oder reicht Zufriedenheit? Sanaz von Elsner und Prof. Dr. Claudia Schmidt kommen zu einem klaren Ergebnis: Führungskräfte haben weniger Einfluss auf die Begeisterung ihres Teams, als sie glauben, aber deutlich mehr auf dessen Zufriedenheit. Die wirksamsten Hebel dafür sind Berechenbarkeit, gute Rahmenbedingungen und ein erkennbares Wozu.

Ausgangspunkt ist eine Diskussion aus einem gemeinsamen Workshop: Sollen wir Leistungen erbringen, die begeistern, oder ist das ein Anspruch, der uns vom Urteil anderer abhängig macht? Die beiden sprechen darüber, wie stark die Stimmung der Führungskraft das Team prägt und warum positive Stimmung nur wirkt, wenn sie echt ist. Sie klären, weshalb Begeisterung die Kreativität fördert, bei konzentrierter, prüfender Arbeit aber eher stört, und was es mit Menschen macht, wenn eine Unternehmenskultur Dauerbegeisterung erwartet. Zum Schluss geht es um Viktor Frankl, Bullshit-Jobs, Silodenken und die Frage, was die Bindungsforschung über gute Führung verrät.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Zufriedene Mitarbeitende erbringen tendenziell bessere Leistungen, dauerhafte Begeisterung ist dafür keine Voraussetzung.
  • Die Stimmung der Führungskraft überträgt sich auf das Team, allerdings nur, wenn sie glaubwürdig ist. Aufgesetzte Positivität verpufft.
  • Wer Begeisterung von seinem Team einfordert, kann psychische Belastung erzeugen, statt Motivation zu schaffen.
  • Berechenbarkeit bedeutet nicht Starrheit. Gemeint sind transparente Entscheidungskriterien und eingehaltene Absprachen.
  • Sinn muss nicht groß sein. Oft reicht es zu sehen, für wen die eigene Arbeit einen Unterschied macht.

Erwähnt in dieser Folge

  • Amy Cuddy: „Your body language may shape who you are“ (TED Talk, 2012). Hinweis: Der dort beschriebene Power-Posing-Effekt ließ sich in späteren Studien weitgehend nicht bestätigen.
  • Fritz Strack, Leonard Martin und Sabine Stepper (1988): das Experiment mit dem Stift im Mund zur Facial-Feedback-Hypothese. Die Befundlage aus späteren Replikationen ist uneinheitlich.
  • Viktor E. Frankl: „…trotzdem Ja zum Leben sagen“, darin das Nietzsche-Zitat „Wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie.“
  • David Graeber: „Bullshit Jobs“
  • Das DISC-Modell als Persönlichkeitstypologie
  • Unsere Folge mit Vera Starker

Deine Hosts Dr. Sanaz von Elsner, Executive Coach und Gründerin von Von Elsner Coaching www.vonelsner-coaching.de Prof. Dr. Claudia Schmidt www.fuehrungssache.de

„Menschen.Führen.Unternehmen“ ist der Podcast über Führung, Zusammenarbeit und Organisationen, mit Studienlage und Praxisblick.

Transkript anzeigen

00:00:02: Herzlich willkommen beim Podcast Menschen führen Unternehmen, euer Podcast rund um die Unternehmens- und Führungswelt.

00:00:12: Wir sind eure Hosts Sanas und Claudia.

00:00:15: uns freuen uns auf die nächste Folge mit euch.

00:00:23: Guten Morgen liebe Claudia.

00:00:25: schön dass wir wieder hier bei sammeln sind.

00:00:27: Du hast ja gesagt du hattest ein sehr spannendes Thema heute mitgebracht.

00:00:31: worum geht es denn da?

00:00:32: Ja tatsächlich habe ich das Thema Begeisterung mit gebracht.

00:00:37: Wir hatten ja zusammen noch tatsächlich einen Workshop, wo es ja auch darum ging wie erbringen wir Leistungen die begeistert und sind.

00:00:46: wie oft sind wir eigentlich von etwas begeistern.

00:00:50: Und da entbrannte sich denn ja auch so eine ganz spannende Diskussion, auch ne gute Diskussion.

00:00:58: brauchen wir Begeisterung?

00:00:59: ist das eigentlich zu viel Und reicht nicht eventuell auch zufriedenheit?

00:01:04: und deswegen meine frage liebe sannas wie hältst du es eigentlich mit der begeisterung?

00:01:09: zunächst einmal genau.

00:01:10: wir waren ja beide auf diesem workshop und war eine tolle zusammenarbeit.

00:01:14: natürlich davon will ich schwärmen.

00:01:16: aber zurück zum thema.

00:01:18: ich habe auch.

00:01:21: Augenblick dann noch mal zurückgerudert, als die Person das ja auch gesagt hat reicht nicht denn auch zufrieden hatte und diese Diskussion losging.

00:01:28: Und ich habe für mich auch geguckt doch an sich muss es hier auch nicht immer diese Begeisterung sein wobei ich mich schon begeistern kann.

00:01:36: Ich würde sagen dass ist vielleicht auch von Person zu Person unterschiedlich.

00:01:38: wie begeisterungsfähig bin ich denn überhaupt?

00:01:41: Ja und es gibt ja Menschen die sind vielleicht viel schneller begeistert von Dingen als anderen.

00:01:46: Das macht erst mal kein Negativ- oder Positivvorteil, sondern es ist erstmal so.

00:01:51: Aber Zufrieden ist doch auch schon ziemlich gut.

00:01:54: wenn ich mit meinem Job zufrieden bin muss nicht jeden Morgen mit Lächeln zur Arbeit und mit dem Lächel nach Hause aber zumindest dieses Gefühl okay ich habe was geschafft Ich hab Dinge erledigt Ich hatte gute Kontakte Und ja ich bin zufriedend.

00:02:08: Ja also tatsächlich ich sehe das auch so ne?

00:02:10: Also wann ist man begeistert?

00:02:14: eher zu den nordischen Typen.

00:02:21: Also bis ich dann voller Begeisterung konfetti schreibe, werfen durch die Gegendlaufe muss schon sehr viel passieren.

00:02:30: Trotzdem fand das schon noch mal spannend und hab auch nochmal gedacht man musste es wahrscheinlich auch differenzieren wie immer.

00:02:36: Und das eine ist ja dieses wir wollen eine Leistungen erbringen die begeistert Und das andere ist, seid begeistert von dem was ihr tut.

00:02:47: Oder wir sind begeistered von dem, was wir tun und es sind ja nochmal unterschiedliche Facetten.

00:02:54: Ich bin auch noch mal darüber nachgedacht, was ist eigentlich Leistung, die begeistert?

00:02:58: Und ich habe gedacht, einerseits finde ich das einen schönen Anspruch.

00:03:02: also ich will begeistern aber ist natürlich ein Anspruch bei dem ich extrem von außen abhängig bin.

00:03:10: Also wenn du den auf mich triffst und mich begeistern willst, dann finde ich auch Sachen gut.

00:03:16: Und kann die auch gut anerkennen.

00:03:18: aber bis sich wirklich Begeistert bin ja also würde ich sagen also dieses Gefühl über das ist aber da kopf hängt denn eben schon diese dieses gefühl an nämlich was ist eigentlich begeisterung?

00:03:31: na also ist dieses Und so.

00:03:34: tatsächlich würde ich sagen, gibt es halt ganz bestimmte Momente die mich wirklich begeistern bei denen eben außerordentlich sind.

00:03:41: Und jemand anders ist halt schon früher begeistert weil vielleicht emotionaler ist eine andere Messlatte hat als ich.

00:03:47: wie auch immer und das ist natürlich wenn man sagt Ich will andere begeisteren der mache ich mich natürlich in meiner Arbeitsweise extrem davon abhängig Wie?

00:04:00: Das Außen und wann das außen?

00:04:03: begeisterts

00:04:05: Ja, und da kommen wir nämlich zum zweiten Problem vielleicht auch der Persönlichkeiten.

00:04:10: Vielleicht so zwei Gedanken dazu die ich auch hatte, die auch ein Stück weit von dem Workshop irgendwie nochmal entstanden sind.

00:04:15: Das eine war ja was ist denn überhaupt Exzellenz?

00:04:18: Und was ist exzellente Arbeit?

00:04:20: Also wann glaubt mein Chef das es Exzellent ist?

00:04:24: Und dort haben wir ja verschiedene Typen auch von Chefs vielleicht oder relativ sicher für den einen nicht geschimpft ist schon gelobt genug

00:04:36: Begeisterung.

00:04:38: Ausdrückte Begeisterschaft, wenn ich nicht geschifft habe dann bin ich schon total begeistert von der Arbeit aber ich zeige es nicht.

00:04:44: Dann gibt's ja auch vielleicht Chefs die eventuell so perfektionistische Muster an den Tag legen wo du was gestern auch kam das war jetzt in Frage gestellt ob das stimmt oder nicht.

00:04:57: aber wo man noch ein extra Salto und noch einen Salto macht und der Chef guckt so und sagt okay Gut, hast du gemacht.

00:05:06: Aber das gehört zum Job!

00:05:09: Und... und das dritte ist quasi auch vielleicht so jemand der schneller begeistert ist also so Leute die vielleicht auch ein bisschen zu überintensiv sind mit ihrer Begeisterung.

00:05:21: Auch das kann ja vielleicht gewisse Personen nerven, ständig sagt man schon.

00:05:25: Oh toll gemacht Chaka!

00:05:27: Super wir sind ein tolles Team ganz toll super macht jetzt.

00:05:34: Ja gut, das ist ja tatsächlich das eine.

00:05:37: Ich habe mir jetzt einen kleinen Überblick über die Studienlage verschafft und es gibt schon einen Punkt den kann man sich durchaus auch mit zu Herzen nehmen Die Stimmung der Führungskraft beeinflusst durchaus die Stimmung im Team.

00:06:02: Wenn alle mit einer positiven Grundstimmung rangehen, sind die Mitarbeitenden tendenziell zufriedener.

00:06:10: Und dann gibt es natürlich auch Studien, die zeigen, wenn Mitarbeiter nicht so friedener sind, ist tendenzielle Leistungen besser.

00:06:19: Die Führungskraft beeinflusst die Stimmung des Teams.

00:06:26: Da muss man auch wieder differenzieren, weil es muss halt am Ende glaubwürdig sein.

00:06:30: Ja und wenn ich jetzt so das Gefühl habe meine Führungskraft oder unsere Vorgesetzten sagen die ganze Zeit Super!

00:06:41: Wir schaffen das und Mensch im so tolles Produkt und Ich selber sehe aber dass unser Produkt möglicherweise noch gar nicht so ideal ist.

00:06:51: ja Und ich habe so das gefühl es aufgesetzt Dann wiederum verpufft dieser Effekt.

00:07:00: Und das ist ja auch gleichzeitig so, es fand ich übrigens auch interessant... Du kennst wahrscheinlich diesen Satz Fake it until you make it

00:07:10: von Amy Cuddy.

00:07:12: Ja genau, also unter anderem von ihr und das sagt dann ja auch Also wenn man die Muskeln trainiert, also im Sinne ich versuche jetzt die ganze Zeit.

00:07:24: Ich ziehe ja meine Mundwinkel hoch und lächle die ganze zeit, dass das meine Stimmung beeinflusst.

00:07:31: Also auch dieses mit ich nehme Stift im Mund damit die Bundwinkel nach oben gehen.

00:07:36: Und auch da muss man sagen mag sein, dass es bei manchen Menschen hilft der Effekt ist aber nicht nachgewiesen Es ist uneindeutig.

00:07:47: Uneindeutigt heißt es kann sein, dass das manchen eben hilft und bei manchen nicht.

00:07:52: Deswegen ist glaube ich schon, dass manche sagen, ich versuche jetzt hier bewusst angestrengt gute Stimmung zu verbreiten auch mit diesem Gedanken Fake it until you make it.

00:08:04: wenn ich aber das nicht echt spüre kommt das in meinem Umfeld wir Wie immer auch an.

00:08:11: Das ist das eine und das andere, wenn ich selber jetzt in einem Umfeld agiere wo alle die ganze Zeit sagen ja wir sind so cool es macht so ein Spaß und wir sind begeistert von unserer Leistung.

00:08:22: Und ich das Gefühl habe ich muss hier mitmachen uns auch die ganze zeit sage ja ja ich bin auch begeistered Dann hat das tatsächlich sogar negativen Effekt, also Burnout und psychische Belastungen.

00:08:41: Aber grundsätzlich – ich nenne es jetzt mal anders – eine positive oder zuversichtliche Führungskraft zu haben ist schonmal eine gute Voraussetzung.

00:08:51: Absolut!

00:08:52: Ich hatte gerade drei Gedanken dazu.

00:08:54: Zu dem ersten war

00:08:55: Jetzt muss ich mich konzentrieren.

00:08:57: Es

00:08:58: kam alles aus deiner Ecke, ich führe nur den Gedanken weiter.

00:09:03: Also angeblich kam diese Idee auch aus Japan oder mal japanische Führungskräfte sollen das machen mit diesem Stift zwischen dem Mund und so lächeln und dann für sich für den Tag positiv einstimmen.

00:09:12: ob das stimmt weiß ich nicht habe ich halt gelesen.

00:09:16: Ich hab's mal probiert... ...ich find's grätzlig.

00:09:19: also für mich wirkt es nicht schonmal dazu Und da sieht man ja kann sein dass das Menschen sagen doch bei mir wirkts aber Bei mir wirkt es ziemlich, ich finde es fürchterlich so ein Stift in den Mund zu haben.

00:09:29: Ich bin aber tendenziell auch begeisterungsfähig, weil ich brauche ich auch deswegen den Stift nicht.

00:09:34: Der zweite Gedanke, der den ich nochmal sagen wollte ist übrigens wenn die Zuhörer interessiert Amy Cuddy ist nicht die Erfinderin des Satzes, aber sie hat einen viral gegangenen Ted Talk dazu gehabt, welche dann Tilted You Make It.

00:09:46: wer das noch mal nachschauen will oder nachhören will von Amy CUDDY Der wurde millionenfach irgendwie runtergeladen und angehört.

00:09:54: Und sie hatte auch sehr viele valide Punkte da drin, wo man sich eben auch ein bisschen selbstbestimmt Selbstbewusstsein nach außen präsentieren kann.

00:10:02: Und der dritte Gedanke... Das ist eigentlich fast sogar der Wichtigste den ich jetzt von dir übernommen habe.

00:10:08: Da sind wir vielleicht ein Stück weit beim kulturellen Thema.

00:10:12: Was mache ich denn wenn meine Umgebung so ständig so begeisterungsfähig ist und ständig Wellen durch die Gegend schickt.

00:10:22: Und auch es von mir erwartet, ich mich aber nicht damit wohlfühlen.

00:10:26: Und das ist halt dann vielleicht auch der Effekt nämlich ja es gibt von bis in jeder Organisation, aber wenn ich tendenziell denke naja halten wir mal die Bälle flach und gucken mal wo die Probleme des Produkts sind bevor wir das jetzt zu feiern und die anderen Seite Spaßbremse Und ja, ist doch ein super Produkt.

00:10:45: Wir müssen uns doch hier positiv einstimmen und lassen uns hier aufziehen und losgehen und die Wälder obern.

00:10:51: Dann bin ich vielleicht auch eventuell in so einer... Ich würde nicht sagen falsche Kultur für mich vielleicht.

00:10:57: Ich habe vielleicht an der falschen Kultur für mir eingedockt wenn es nicht so ganz für mich passt.

00:11:02: Und ich sage nicht dass es nicht unterschiedliche Zeiten gibt wo ich es unterschiedlich empfinden kann.

00:11:08: Aber das sprichst du wiederum auch einen spannenden Punkt an?

00:11:13: Weil tatsächlich, also es gibt wie gesagt so Studien die schon zeigen das positive Emotion und auch stärker Begeisterung im positiven Einfluss haben kann wenn es um Kreativität geht.

00:11:32: Und das immer mal so.

00:11:33: drüber nachdenken ergibt ja total Sinn.

00:11:36: Ja, also wenn wir jetzt beide da sitzen mit runtergezogenen Minkwinkeln und traurig drauf gucken und sagen, was für ein Feature könnte das Produkt dann noch haben?

00:11:45: Wie können wir denn die Kunden ansprechen mit der nächsten Komponie?

00:11:49: Dann hat es natürlich eine Auswirkung.

00:11:52: Es ist ja eigentlich schon ein cooles Produkt.

00:11:57: und nun lass mal überlegen wie wir die Kampagne starten können.

00:11:59: Und hier, also dieses wenn man da in so einem positiven Flow ist im Umfeld das sich über die eigenen Erfolge freut sich für Sachen begeistert dann ist man tendenziell kreativer.

00:12:16: umgekehrt.

00:12:17: und deswegen würde ich sogar sagen wahrscheinlich Kommt drauf an, was für ein Unternehmen gibt ja eine Summe kreativere Unternehmen und welch?

00:12:24: ich sage mal wenn ich halt in der Sicherheitsbranche bin.

00:12:26: Bin ich

00:12:28: etwas wenig

00:12:29: meine gute bin nicht vielleicht auch einer Produktentwicklung.

00:12:31: also deswegen ist man natürlich aus auch kreative aber

00:12:35: anders vielleicht

00:12:36: muss noch mehr Regularien usw.

00:12:38: Einhalten.

00:12:40: Aber es ist ja auch in Unternehmen.

00:12:42: Also ich sage mal, eine Marketingabteilung tickt ja tendenziell schonmal wieder anders als das Controlling so und gerade in so konzentrationsgetriebenen Arbeitenden wo wir uns hinsetzen müssen und sagen so Ich will das jetzt hier mal in Ruhe abarbeiten.

00:13:00: Ich muss da mal drüber nachdenken ob das richtig ist prüfen entwickeln was auch immer was eben nicht um Kreativität geht, da ist Begeisterung eher schädlich tatsächlich.

00:13:16: Auch das

00:13:18: ist ja eigentlich logisch ne?

00:13:19: Weil wenn ich es richtig im Kopf habe, das hab' jetzt nicht recherchiert... ...es ist ja auch so dass wenn man das Leute die am meisten über Witze oder so lachen, die am schlechtesten erzielen können, weil wenn du halt so scheinend lachst des Gehirns, das nicht richtig verarbeiten kann.

00:13:34: Also insofern ist finde ich's ausspannend!

00:13:38: Ich musste auch sofort an irgendwelche Organisationen denken, während du das erzählt hast.

00:13:42: Bei mir ploppen dann sofort so Werbeagenturen und Marketingleute, die dann tendenziell mit diesen vier Papenprinzipien, die ich ein bisschen ... Ja, diese Gut-Disk ist nicht schlecht aber es erklärt eben nicht den ganzen Menschen.

00:13:58: Das finde ich etwas schwierig.

00:13:59: wenn Menschen durch die Gegend rennen sagen, na du bist gelb oder grün oder rot oder blau.

00:14:03: Es ist ja auch nicht wirklich validier.

00:14:07: Genau.

00:14:08: Es

00:14:08: beruht aber trotzdem auf Forschung und es gibt schon Psychologen, die dahinter das quasi entwickelt haben und dann ist es irgendwann kommerziell geworden.

00:14:18: Und es ist halt nur ein Teil der Wahrheit.

00:14:21: Weil man sagt okay das kann vielleicht helfen um Menschen zu verstehen finde ich's ja ok.

00:14:24: Aber ich wollte gar nicht so darauf sehr eingehen.

00:14:27: Dort würde man ja tendenziell sofort sagen, das sind die gelben.

00:14:30: Die sind immer so begeisterungsfähig und die lachen viel und sind in Kontakt und Beziehung und so weiter.

00:14:36: Und die findet man immer im Marketing-Agentur.

00:14:38: Das finde ich jetzt auch ein bisschen schwierig, quasi Schublade aufzumachen.

00:14:43: Aber ich merke schon wenn ich meinen Klienten denke je nachdem in welcher Branche sie unterwegs sind, je nach dem in welchen Abteilungen sie unterwegs ist gibt es ja schon Unterschiede der Begeisterungsfähigkeit.

00:14:57: per se erst mal nichts Verkehrtes, sondern es gibt einfach.

00:15:00: ehrlich gesagt wenn jemand in einer Qualitätssicherung sitzt der muss mein Wink auch nicht die ganze Zeit irgendwie kreativ sein und begeistert.

00:15:08: Sondern es ist ja auch gut wenn er ordentliche Arbeit zufriedenstellt für die Umgebung und für die Organisation macht und selber auch zufriedend ist dass er das macht und ihn das glücklich macht.

00:15:20: Timmelser ist es ja auch eine natürliche Selektion.

00:15:23: also Also jeder, also vielleicht lernt man das auch im Leben oder mein weißes intuitiv.

00:15:30: Man lernt es durch Erfahrungen und entwickelt ist vielleicht auch anders.

00:15:33: ein Umfeld dass sich vielleicht in Anfang zwanzig für mich großartig war muss jetzt nicht mehr großartige für mich sein auch vielleicht ein anderes umfeld.

00:15:42: aber Es ist natürlich eine gewisse selbst Selektion als wenn ich Also je nachdem welche Unternehmenskultur zu mir passt, also in der Regel macht man glaube ich auch schon mal eine Podcast-Folge besprochen.

00:15:56: Suchen sich die Menschen ja schon auch Umfelder aus, die zu ihnen passen und wenn nicht ist die Station meistens nicht so lang.

00:16:06: Das ist schon ein Punkt.

00:16:10: Ich würde aber doch gerne nochmal auf diesem Punkt raus brauchen wir Begeisterung im im Job?

00:16:18: und dann bin ich eigentlich wie so oft bei meiner Kernthemen, weil was ist eigentlich wissenschaftlich am stabilsten bewiesen?

00:16:31: Und am stabilst nachgewiesen erforscht es eigentlich.

00:16:41: Im Grunde geht's ja auch um einen, ich nenn's mal Engagement beider Arbeit.

00:16:47: Also mit welchen Ernsthaftigkeit, mit welchem wirklich Commitment und Verbindlichkeit... Verpflichtung gehe ich meiner Tätigkeit tatsächlich nach.

00:17:00: Und konzentriere mich auch dabei das Gut zu tun.

00:17:04: Da muss man tatsächlich sagen also dass was am meisten antreibt ist das wozu?

00:17:12: Ja, und das ist tatsächlich eigentlich so der entscheidende Hebel.

00:17:17: Und dass es aus meiner Sicht auch das, wenn wir halt über Begeisterung sprechen, ist ja tatsächlich diese Messpackheit extrem schwierig.

00:17:26: Was wir am Eingangs gesagt haben – diese persönlichen Unterschiede.

00:17:31: Der eine ist begeistert, wenn er ein großartigen Kuchen isst und der andere sagt, lecker aber Kann meiner Mutti auch.

00:17:45: Oder ich erwarte was anderes, Begeisterung bei The Way Wakes dann ja auch der Anspruch.

00:17:50: also wenn wir halt mit einer schlechten Performance anfangen und irgendwann klappt es in einigermaßen sind wir auch schon begeistert aber das nächste Level wird hier immer höher.

00:18:00: Also irgendwann nivelliert sich das ja.

00:18:02: Was aus meiner Sicht der tragende Hebel ist, auch das ist das was ich als Unternehmen wunderbar gestalten kann oder versuchen kann zu beeinflussen, das ist das.

00:18:13: Wozu?

00:18:13: Wozu übe ich meine Tätigkeit aus und welchen... Also Sinn hat die.

00:18:25: Wobei ich da bei Sin ja auch immer so ein bisschen aufpasse.

00:18:28: Wir müssen jetzt nicht überall in einem Purpose suchen und wir helfen der Menschheit und alles wird besser und so.

00:18:34: Nee aber

00:18:35: ich liebe den Satz von Viktor Frankl.

00:18:38: Der wird teilweise als Urvater der Resilienz ein bisschen angesiedelt von einigen Menschen.

00:18:46: Das müsste ja auch bekannt sein und den Satz hat er ja auch anscheinend von Nietzsche irgendwie übernommen, aber... Der geht ja so, wer einen warum zum Leben hat.

00:18:55: Er hatte ein ganzes Buch darüber geschrieben und ich finde dieses Buch wirklich wahnsinnig schön von Viktor Franke weil er hat ja Zeit in des Lebens quasi geforscht sicherlich auch durch seinen Traum annehmen wie seine ganze Familie irgendwie im KZ verloren zu haben selber dort irgendwie im Arbeitslager gewesen zu sein so was passiert wenn Menschen das gleiche erleben und trotzdem irgendwie nach vorne blicken?

00:19:15: Und da sind wir jetzt bei dem Sinn.

00:19:16: deswegen habe ich es ein bisschen ausgeführt nämlich wer einen Warum Zum Leben hat und für den ist jedes Wie geht sagt der Nietzsche erträglich.

00:19:23: Vielleicht nicht für jeden jedes Wie.

00:19:25: Gleichzeitig, das meinte er mit Sinn und es sagt auch ganz klar in diesem Buch, Sinn kann auch für eine Mutter das Großziehen der Kinder sein.

00:19:33: wir müssen's nicht immer so groß aufhängen so Es ist erst sinnhaft wenn ich die Weltmeere rette Ist auch toll.

00:19:41: Wenn ich eine Idee habe wie ich die weltmeere Retter und die Temperatur wieder darunter regulieren kann Ja fantastisch freue ich mich.

00:19:48: Feier diese Menschen.

00:19:49: gleichzeitig muss aber Sinn vielleicht auch Weil das ist, in den letzten Jahren habe ich das Gefühl es ist immer mehr aufgebaut worden.

00:19:55: Deswegen finde ich diesen Grundgedanken von Viktor Frankl so schön weil er sagt hey ein Sinn kann auch sein die Mutter hat zwei Kinder und will sie groß ziehen.

00:20:04: Und wird einfach sie in die Welt entlassen und dass ist auf jeden Fall sinnhaft.

00:20:08: Das ist auf jedem fall sinnhaft?

00:20:09: Das finde ich schon auch fast.

00:20:10: also finde ich wiederum sehr großen Sinn tatsächlich.

00:20:16: Aber ich würde es tatsächlich eher noch kleiner sehen, eigentlich.

00:20:22: Was ich halt sehe ist ... Ich meine, Skyst hat ja aktuell auch in meiner Wahrnehmung immer dieses Wort der Bullshit-Workroom.

00:20:29: Also Arbeit, die nicht gebraucht wird.

00:20:31: und tatsächlich ist für mich ein klares Wozu zu sehen dass das was ich arbeite einen Unterschied für irgendjemanden in meiner Firma macht.

00:20:46: Wir haben auch mit Vera gesprochen.

00:20:49: Ja,

00:20:50: genau und dieses auch.

00:20:52: also was ist im Grunde der Unterschied?

00:20:58: Was macht es aus wenn ich nach einer Arbeit gut oder schlecht mache?

00:21:02: Und wenn wir da mal ein bisschen drüber nachdenken Tese von mir Dann sehen wir in ganz vielen Firmen dass dieses Wer hat eigentlich etwas von meiner Arbeit?

00:21:17: nicht so präsent ist.

00:21:19: Stichwort Silo-Denken, ich mach hier mal einen Job und ob ich ihn heute oder morgen mache?

00:21:24: Also ich bin jetzt ein bisschen lapidar und das soll auch kein Vorwurf sein weil ich schon der Überzeugung bin dass die aller allermeisten Menschen mit viel Engagement und Herzblut arbeiten.

00:21:36: Trotzdem dieses ... Der Blick für das... Ich nenn's jetzt mal so große Ganze ist verloren gegangen.

00:21:41: Ja

00:21:42: stimmt.

00:21:43: Redativ häufig und viel.

00:21:45: Und das ist glaube ich ein Kernelement, also wenn ich genau weiß, wenn ich jetzt hier so bisschen schmullige Daten irgendwo reintipple und genau weiß dass du dann aber Probleme hast und mehr Aufwand hast, dann würde ich mir das vielleicht nochmal überlegen weil oft ist mir ja gar nicht klar was es für einen Unterschied macht ob ich's nun so oder so mache Und warum muss das eigentlich rein?

00:22:15: Das interessiert doch eh keinen.

00:22:17: Ja, vielleicht interessiert es mich nicht.

00:22:19: Interessiert niemand in meiner Abteilung.

00:22:21: Vielleicht interessiert's dich nicht aber ist diese Information schon relevant für die man anschließend damit weiterarbeitet und... ...das ist für mich der klare Treiber.

00:22:31: wozu machen wir das?

00:22:32: und das sind dann eben zwei Themen.

00:22:35: Wozu im Kleinen?

00:22:36: was ist der Unterschied den ich mache und wofür taugt auch?

00:22:40: Also, wofür ist das was wir im Sommer als Firma machen?

00:22:43: Vielleicht auch gut.

00:22:45: Nun ist mir aber bekannt... also eine Forschung aus einer ganz anderen Ecke.

00:22:49: ich finde aber diesen Gedanken oder den hab' ich für mich auch ein Stück weit zumindest übertragen auf die Führungswelt.

00:22:56: der kommt nicht aus der Führunswelt er kommt nämlich aus dem Eltern da sein.

00:23:00: Sehr schön!

00:23:00: Es gibt

00:23:01: nämlich Forschungen dazu wann Kinder sicher gebunden sind Und sichere Bindung wissen wir alle, die brauchen wir auch später im Berufsleben und so weiter.

00:23:12: Die Bindung ist unterschiedlich aber die Bindungsqualität hat auf jeden Fall eine Effekt.

00:23:17: wie loyal ich dem Unternehmen gegenüber bin, wie gut ich meine Arbeit mache, das wissen wir alles schon.

00:23:22: Dort hat man rausgefunden oder Psychologen haben herausgefunden dass die besten Eltern in Anführungszeichen sind, die zuverlässig sind.

00:23:34: Also Zuverlässigkeit hat hier einen viel größeren Effekt und bindet viel sicherer, als wenn ich nicht berechenbar bin aber vielleicht häufiger begeistert bin.

00:23:45: Ja klar!

00:23:46: Weil das Kind sieht zwar die Begeisterung und freut sich weiß aber nicht ob es morgen schon wieder anders sein kann.

00:23:53: ja und das beschreiben die Asiaten auch ein Stück weit Zumindest so, wie ich es verstanden habe.

00:23:57: Mögen mich die Zuhörer, die asiatische Erkunft sind und das andere sehen vor Korrigieren aber Ich habe dieses Sen sein oder Sen-Buddhismus so verstanden.

00:24:07: Wir sind exakt hier in der Mitte.

00:24:09: Es ist nicht dieses Himmel hoch ja auch zu Tode betrübt sondern immer diese gut regulierte bei sich bleibende Mitte.

00:24:19: Das ist ein Stück weit aus diesem Elternforschung bekannt dass das den Kindern auf jeden Fall halt

00:24:24: gibt.

00:24:25: Und ich glaube auch so aus meiner Erfahrung heraus, was ich selber erlebt habe finde ich es auch schön wenn meine nächste Führungskraft berechenbar ist.

00:24:35: Ja

00:24:36: und Ich weiß ich kann mich darauf verlassen was an Wort gesagt wurde und dass das eine neue Entscheidung entsteht Das widerspreche ich nicht.

00:24:44: wir müssen in Organisation Flexibilität erhalten.

00:24:47: das heißt nicht das was ich immer sage das bleibt jetzt die nächsten zehn Jahre so.

00:24:50: Gleichzeitig kann ich aber eine Zuverlässigkeit meinen Mitarbeitern mitgeben und gucken, ja die können auf mich zählen.

00:24:58: Vielleicht

00:24:59: ist das sogar viel mehr Wert am Ende als die Begeisterung?

00:25:03: Also ich glaube Berechenbarkeit als Führungskraft wie auch als Kolleginnen und Kollegen ist das höchste Gut.

00:25:12: Und ich stimme dir hundert Prozent zu.

00:25:14: also Berechenbarkheit heißt nicht dass sich wenn ich heute in der Entscheidung treffelt wie er daran für immer und ewig festhalten, wenn wir nicht morgen neue Faktoren kennen die ich heute nicht kenne.

00:25:24: Dann wäre es ja irgendwie fatal dran fest zu halten.

00:25:28: aber Berechenbarkeit ist das halt die Entscheidungskriterien transparent sind.

00:25:35: Wenn ich heute sage, unsere Grundfarbe ist grün, dann bleibt die Bitte auch grün und nicht morgen rosa.

00:25:40: Und übermorgen gelb kann ich mich an Absprachen erinnern.

00:25:44: also all das ich meine muss uns niemanden erzählen.

00:25:46: was Berechenbarkeit ist hoffe ich zumindest.

00:25:48: aber dass es in der Tat eine stichwort.

00:25:50: auch psychologische Sicherheit ist natürlich ein großes gut.

00:25:55: wobei wenn ich berechenbar fies bin

00:26:00: Ich kann immer damit rechnen, dass mein Chef immer fies ist.

00:26:03: Super!

00:26:05: Ist jetzt auch... Also dann doch lieber berechenbar begeistert?

00:26:08: Ja, genau.

00:26:11: Okay das ist natürlich das untere Ende da.

00:26:14: Aber in der Tat und ich meine damit können wir es vielleicht auch ganz gut abbinden.

00:26:20: Weil was klar ist letztlich das zufriedene Bild mitarbeiten, tendenziell eine bessere Leistung erbringen Und als Führungskraft bin ich dafür mitverantwortlich, dass meine Mitarbeitende zufrieden sind.

00:26:35: Das kann mich halt beeinflussen durch meine eigene Stimmung und durch Brechenbarkeit und eine positive Stimmung aber auch durch gute Rahmenbedingungen.

00:26:45: Also das ist ja auch der Punkt und das Kluge wozu eigentlich?

00:26:51: Und immer wieder darauf hinzuweisen, den Mehrwert der einzelnen Arbeit zu zeigen Das aus meiner Sicht ist eigentlich der entscheidendste Hebel.

00:27:03: Genau!

00:27:04: Schön war es mit dir, ich finde viel mehr muss sich heute auch nicht mehr dazu sagen.

00:27:09: Wir haben das Thema begeistert und finde ich ziemlich gut aufgedröselt.

00:27:12: Und wie immer man sieht's bei uns Coaches Es kommt immer drauf

00:27:16: an Es gibt keinen

00:27:18: Fall schon da richtig, es kommt immer darauf an.

00:27:21: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

00:27:24: Bis zum nächsten mal

00:27:26: Herzlichen Dank, dass ihr bis zum Ende bei uns geblieben seid.

00:27:29: Wenn euch die Folge gefallen hat hinterlasst uns gerne eine fünf-Sterne-Gewertung und wenn ihr mehr zu uns wissen wollt schaut gern mal auf unseren Webseiten oder auf linkin vorbei.

00:27:39: Sanas findet ihr unter vonelsna minus coaching.de Und mich findet Ihr unter führungssache.de.

00:27:47: Wir verlinken das auch in den Show notes.

00:27:51: Bis zum nächsten Mal.

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